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Management in sozialen Organisationen: Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen

Theoretische Grundlagen und 12 Fallbeispiele aus der Sozialen Arbeit

Kurt Possehl

In sozialen Organisationen ist die Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen die unterste Führungsebene. Das Buch fokussiert diese und die nächsthöheren Leitungsebenen. Die Erörterung der theoretischen Grundlagen umfasst ausgewählte Aspekte von Arbeitsgruppen und Organisation, Gruppendynamik, Handlungs- und Entscheidungstheorie und Leitungstätigkeit. Zwölf bearbeitete und kommentierte Fallbeispiele aus der Praxis von Teamarbeit demonstrieren die gedankliche Integration der theoretischen Grundlagen zur – hypothetischen – Problembewältigung im konkreten Fall. Schwerpunkte hierbei sind die Analyse komplexer Teamsituationen und -abläufe, die gedankliche Entwicklung möglicher Interventionen und die nachfolgende Entschlussfassung zum Handeln.
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1. Führungskonzeption

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Merchel (2004, 41 ff.) beschreibt die Funktionen von Leitung, wie sie auch in dezentralisierten sozialen Organisationen notwendig sind, die nach dem Organisationsprinzip der „flachen Hierarchie“ gestaltet sind und die dem „Programm einer größeren Selbstorganisation und Selbststeuerung von einzelnen Organisationseinheiten“ folgen. Er fasst die Funktionen auf S. 8 zunächst prägnant zusammen: „In jeder Organisation muss u. a. dafür Sorge getragen werden, …, dass notwendige Entscheidungen zur Sicherung der Handlungsfähigkeit einzelner Organisationssegmente und zur Wahrung der Leistungsfähigkeit der Gesamtorganisation getroffen werden, …“. Auf S. 41 geht er auf diese zwei Funktionen von „Leitung auf der Ebene der Gesamtorganisation“ noch weiter ein:

-- „Leitung ist erforderlich, um … den Organisationszusammenhang sicherzustellen.“ Je mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung der einzelnen Organisationseinheiten, desto wichtiger werden Integrationsmechanismen, ohne die sich zentrifugale Kräfte mit der Gefahr einer zunehmenden Erodierung der Gesamtorganisation allmählich durchsetzen werden. Merchel spricht von der besonderen Integrationsverantwortung der Gesamtleitung in Prozessen der Dezentralisierung.

-- Leitung muss einen Stand von Fachlichkeit innerhalb der Gesamtorganisation gewährleisten und „ist verstärkt mit fachlichen Beratungs- und Unterstützungsfunktionen, aber auch mit fachlichen Kontrollfunktionen gefordert.“ Und weiter (42 f.): „Die Ausdifferenzierung in teilautonome Organisationssegmente macht Leitung als Steuerungsfunktion nicht überflüssig, sondern schafft gerade Leitungsanforderungen in einer besonders profilierten Weise: als fachliche Kontrolle und Unterstützung der dezentralisierten Organisationseinheiten zur Aufrechterhaltung von deren Leistungsfähigkeit und deren Leistungsbeitrag für die Gesamtorganisation sowie als Gewährleistung eines organisatorischen Zusammenhalts in Form der Bindung der dezentralisierten Organisationseinheiten an...

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