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Management in sozialen Organisationen: Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen

Theoretische Grundlagen und 12 Fallbeispiele aus der Sozialen Arbeit

Kurt Possehl

In sozialen Organisationen ist die Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen die unterste Führungsebene. Das Buch fokussiert diese und die nächsthöheren Leitungsebenen. Die Erörterung der theoretischen Grundlagen umfasst ausgewählte Aspekte von Arbeitsgruppen und Organisation, Gruppendynamik, Handlungs- und Entscheidungstheorie und Leitungstätigkeit. Zwölf bearbeitete und kommentierte Fallbeispiele aus der Praxis von Teamarbeit demonstrieren die gedankliche Integration der theoretischen Grundlagen zur – hypothetischen – Problembewältigung im konkreten Fall. Schwerpunkte hierbei sind die Analyse komplexer Teamsituationen und -abläufe, die gedankliche Entwicklung möglicher Interventionen und die nachfolgende Entschlussfassung zum Handeln.
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3 Die Fallbeispiele

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3.1 Methodisches Vorgehen

Jäger/Beyes (2008, 100) empfehlen die Einbindung von Studierenden in empirische Projekte durch eigene Erhebungen und deren Aufbereitung und Diskussion mit dem Argument, dass diese dadurch ein besseres Bild des komplexen Organisationsalltags gewinnen. Meinhold (1995, 191) formuliert denselben Gedanken mit Blick auf die „Praktikerinnen“: „Das, was die Sozialwissenschaften für die Praktikerinnen interessant machen könnte, sind weniger die meist kurzlebigen Forschungsergebnisse als vielmehr die Forschungsprozesse, die Regeln zum Erheben, Formulieren und Lösen von Problemen, das systematische Beobachten, Sammeln, Zergliedern und Kombinieren. Wissenschaft wird in diesem Zusammenhang als „geistiges Instrument“ verstanden, als eine zusätzliche Art und Weise, die Realität wahrzunehmen, zu dokumentieren, zu befragen und von allen Seiten zu beschauen, als ein „Denkmodus“ (von Hentig 1972).“ (Hervorhebung durch mich) Das Projekt wurde vom Autor angeboten auf der Grundlage dieser Auffassungen und im Hinblick darauf, dass die Fachhochschulausbildung auf wissenschaftlicher Grundlage beruht. Daher orientierte sich das methodische Vorgehen im Projekt an sozialwissenschaftlicher Forschungsmethodik. Die empirischen Elemente dienten jedoch nur diesen didaktischen Zwecken und sind daher nur didaktisches Material. Sie begründen keinen Anspruch des Buches als empirische Forschungsarbeit. Die hier vorgelegten Fallbearbeitungen sind infolgedessen keine Fallstudien (vgl. H. – A. Schaub 2008, 29) mit dem Ziel, einen wissenschaftlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von Praxis und/oder Theorie zu liefern. Allerdings können die empirischen Elemente leicht zu einem empirischen Forschungsansatz zur Teamarbeit erweitert und ausgebaut werden.

1. Erhebung der Fallschilderungen

Die Erhebung der Fallschilderungen wurde durch die Auffassung geleitet, dass...

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