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Skandal im Sprachbezirk

Martin Neef, Susanne Borgwaldt, Iris Forster and Imke Lang-Groth

Skandale als aufsehenerregende Ärgernisse sind Einfallstore für die Beschäftigung mit Themen verschiedenster Art. Dieser Band versammelt in 16 von verschiedenen Autoren verfassten Kapiteln Skandale aus dem Umfeld der Sprache. Affären zwischen Sprachakteuren führen Chomsky und Skinner zusammen ebenso wie Heine und Platen sowie Hoffmann von Fallersleben und die Brüder Grimm. Im Innern der Sprache stoßen sich Skandalforscher an verbotenen Wörtern, an der kurzschlüssigen Gleichsetzung von Genus und Geschlecht und an der mangelhaften linguistischen Fundierung der Orthographiereform. Die Realität des Englischunterrichts in Grundschulen wie auch der drohende Muttersprachenverlust bei Migranten lassen die Frage aufkommen, ob Individuen im Dickicht zwischen den Sprachen verlorenzugehen drohen.
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Sprachförderung für Kinder mit einer anderen Herkunftssprache – ein skandalöses Unterfangen?

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Katja Koch

Die Vorstellung, dass die Beherrschung der Unterrichtssprache Deutsch eine wichtige Voraussetzung für den schulischen Erfolg aller Kinder sei, hat in den letzten Jahren zu verstärkten gesellschaftlichen Debatten einerseits und grundlegender empirischer Forschung andererseits geführt. Bisher deuten die Ergebnisse darauf hin, dass weniger die Formen der Förderung als vielmehr die Interaktionen zwischen den geförderten Kindern und den fördernden Personen bedeutsam für sprachliche Lernprozesse sind. Vor diesem Hintergrund gibt der Beitrag einen Überblick über die Organisation und Struktur der bisher im vorschulischen und schulischen Bereich unternommenen Sprachfördermaßnahmen und über relevante Forschungsergebnisse und ordnet beides in die gesellschaftliche Debatte um den adäquaten Umgang mit sprachlicher Heterogenität im Bildungswesen ein.

It is commonly believed that knowledge of German as the language of instruction is a basic requirement for the success of children at school. In the past years, this belief has led to increased social debates as well as to fundamental empirical research. Available results indicate that it is not so much the type of support that is relevant for language learning processes but the interaction between supported children and supporting persons. On this background, the article gives a survey of the organization and the structure of the hitherto language assistance measures implemented at pre-school and at school as well as of relevant research results. Both theses aspects are then integrated in the social debate concerning the way of handling linguistic heterogeneity in the education...

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