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Forschungs- und Entwicklungskosten

Abschlusspolitische Gestaltungsspielräume und Determinanten für deren Ausübung

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Nico Kavvadias

Die Arbeit untersucht multiparadigmatisch das für Forschung & Entwicklung spezifische Bilanzierungsverhalten. Ausgangspunkt ist eine normendeskriptive Analyse der abschlusspolitischen Gestaltungsspielräume nach internationalen und handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften. In einer breitangelegten deskriptiv-empirischen Studie wird das F&E-spezifische Bilanzierungsverhalten deutscher börsennotierter Unternehmen untersucht. Dabei erstaunt, wie viele Unternehmen ihren Offenlegungspflichten nicht in vollem Umfang nachkommen. Im Rahmen der sich anschließenden positiv-empirischen Studie werden die Determinanten des F&E-spezifischen Bilanzierungsverhaltens umfassend eruiert. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass das Bilanzierungsverhalten maßgeblich durch die Risikoaversion der Manager beeinflusst wird.
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1. Problemstellung und Gang der Untersuchung

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Auf Grund des „Wandel[s] von der produktions- zur wissensbasierten Gesellschaft“1 nimmt die Bedeutung von Forschung und Entwicklung (im Folgenden F&E) stetig zu. So stieg die F&E-Intensität (gemessen als Quotient der gesamtwirtschaftlichen F&E-Ausgaben und des Bruttoinlandsprodukts) in Deutschland im Zeitraum von 2001 bis 2011 kontinuierlich von 2,5% auf 2,9% an.2 Auch auf gesamteuropäischer Ebene ist in den kommenden Jahren von einer deutlichen Zunahme der F&E- Aktivitäten auszugehen, da sich die EU-Mitgliedstaaten in der Lissabon-Strategie und der Strategie Europa 2020 auf eine Erhöhung der EU-weiten F&E-Intensität auf 3,0% im Jahr 2020 (F&E-Intensität 2011: 2,0%) verständigt haben.3 Treibende Innovationskraft ist in Deutschland der Wirtschaftssektor. Die einzelnen Unternehmen sind für über zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen F&E-Ausgaben verantwortlich.4 Da die F&E-Ausgaben der einzelnen Unternehmen stetig zunehmen, kommt auch deren bilanzieller Abbildung ein immer größerer Stellenwert zu.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Arbeit die Zielsetzung, zu einem besseren Verständnis der F&E-spezifischen Informationen, die im handelsrechtlichen oder nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Jahresabschluss bereitgestellt werden, beizutragen. Ferner sollen die empirischen Ergebnisse dieser Arbeit eine Hilfestellung für den Standardsetzer für die Weiterentwicklung sowohl des IAS 38 als auch anderer Standards mit vergleichbaren (faktischen) Wahlrechten darstellen.

Im Einzelnen werden folgende übergeordnete Forschungsfragen (mit folgender Methodik) untersucht:

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