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Die Krönung Josephs II. zum Römischen König in Frankfurt am Main

Logistisches Meisterwerk, zeremonielle Glanzleistung und Kulturgüter für die Ewigkeit

Bernhard Macek

Das Buch vermittelt ein umfassendes Bild von den ebenso aufwendigen wie glanzvollen Krönungszeremonien Josephs II. zum Römischen König. Dabei kommt nicht nur die Vergangenheit zur Sprache, sehr wohl wird auch der Gegenwartsbezug hergestellt. Zahlreiche Darstellungen noch heute existierender Krönungsinsignien sowie häufige Verweise auf Sammlungen und Museen laden den Leser ein, sich auf Spurensuche zu begeben. Wien und Frankfurt sind gleichsam als Hauptdrehorte der Krönungsfeierlichkeiten im Heiligen Römischen Reich zu nennen. Als Ergebnis liegt ein Buch vor, das Vergangenes mit Gegenwärtigem verknüpft und detaillierte kulturhistorische Vorgänge auf interessante und amüsante Weise beschreibt.
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I. Vorbereitungsphase

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Kaiser Franz I. Stephan, der Gemahl Maria Theresias, bemühte sich bereits geraume Zeit seinen Sohn Erzherzog Joseph noch zu Lebzeiten zu seinem Nachfolger zu machen, aber erst durch den Friedensschluss des Siebenjährigen Krieges im Februar des Jahres 1763 waren die Voraussetzungen dafür geschaffen. In einem Separatartikel27 des Friedens von Hubertusburg verpflichtete sich König Friedrich II. von Preußen, seine Kurstimme bei der Wahl eines Römischen Königs für Joseph abzugeben. Damit wurde eine ausschlaggebende Stimme für den jungen Habsburger gewonnen, mit deren Hilfe dessen Wahl stattfinden konnte. Nun war es möglich mit den ersten Vorbereitungen zu beginnen. Diese waren sehr langwierig, da die Wahl erst ein Jahr später erfolgen sollte. Die ins Detail gehenden Planungen erwiesen sich als große Herausforderung, denn bei den Feierlichkeiten war neben dem künftigen Römischen König mit Franz I. ein bereits regierender Herrscher anwesend. Aus diesem Grund waren viele Punkte zu beachten, wie beispielsweise, welche Kronen und Gewänder getragen werden sollten.

Abb. 3, Kaiser Franz I., Denkmal von Balthasar Ferdinand Moll im Wiener Burggarten ← 19 | 20 →

Trotz der peniblen Vorbereitungen kam es am Krönungstag zu einem Zwischenfall: Wie normalerweise bei einer Kaiserkrönung üblich wurde die Reichskrone zusammen mit dem Szepter und dem Reichsapfel in der Früh zum Monarchen in dessen Quartier gebracht. Bei der Königskrönung sollte jedoch eigentlich nur die Krone gebracht werden, während die anderen Insignien im Dom auf...

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