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Die Krönung Josephs II. zum Römischen König in Frankfurt am Main

Logistisches Meisterwerk, zeremonielle Glanzleistung und Kulturgüter für die Ewigkeit

Bernhard Macek

Das Buch vermittelt ein umfassendes Bild von den ebenso aufwendigen wie glanzvollen Krönungszeremonien Josephs II. zum Römischen König. Dabei kommt nicht nur die Vergangenheit zur Sprache, sehr wohl wird auch der Gegenwartsbezug hergestellt. Zahlreiche Darstellungen noch heute existierender Krönungsinsignien sowie häufige Verweise auf Sammlungen und Museen laden den Leser ein, sich auf Spurensuche zu begeben. Wien und Frankfurt sind gleichsam als Hauptdrehorte der Krönungsfeierlichkeiten im Heiligen Römischen Reich zu nennen. Als Ergebnis liegt ein Buch vor, das Vergangenes mit Gegenwärtigem verknüpft und detaillierte kulturhistorische Vorgänge auf interessante und amüsante Weise beschreibt.
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IV. Der Einzug in Frankfurt

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Der 29. März wurde zum Tag des Einzugs der Majestäten in Frankfurt bestimmt. Das in der Schönbrunner Wagenburg befindliche Gemälde aus der Meytens-Werkstatt126 vermittelt einen anschaulichen Eindruck von dem ungeheuer prächtigen Einzug in Frankfurt.

Um etwa 11 Uhr verließen der Kaiser und der erwählte König127 Heusenstamm. Kurz zuvor war noch der regierende Fürst von Anhalt-Zerbst gekommen, der sich den Reisenden anschloss.128

Da der Kurfürst von Trier noch nicht am vereinbarten Treffpunkt angekommen war, sah man sich gezwungen noch ein wenig zu warten. Der Kaiser und sein Sohn gingen im Wald spazieren, wo es zur bekannten Huldigungsszene kam: Der greise Landgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen Herrn noch einmal zu sehen.129

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