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Die Krönung Josephs II. zum Römischen König in Frankfurt am Main

Logistisches Meisterwerk, zeremonielle Glanzleistung und Kulturgüter für die Ewigkeit

Bernhard Macek

Das Buch vermittelt ein umfassendes Bild von den ebenso aufwendigen wie glanzvollen Krönungszeremonien Josephs II. zum Römischen König. Dabei kommt nicht nur die Vergangenheit zur Sprache, sehr wohl wird auch der Gegenwartsbezug hergestellt. Zahlreiche Darstellungen noch heute existierender Krönungsinsignien sowie häufige Verweise auf Sammlungen und Museen laden den Leser ein, sich auf Spurensuche zu begeben. Wien und Frankfurt sind gleichsam als Hauptdrehorte der Krönungsfeierlichkeiten im Heiligen Römischen Reich zu nennen. Als Ergebnis liegt ein Buch vor, das Vergangenes mit Gegenwärtigem verknüpft und detaillierte kulturhistorische Vorgänge auf interessante und amüsante Weise beschreibt.
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V. Die letzten Tage vor der Krönung

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Die verbleibende Zeit vor dem großen Ereignis war von Empfängen und Vorbereitungen geprägt. Alles musste für die bevorstehende Krönung gut organisiert sein. Von besonderer Bedeutung war naturgemäß, dass die Krönungsinsignien rechtzeitig und sicher nach Frankfurt gebracht wurden.

Bezüglich der Insignien muss festgestellt werden, dass es sich um keinen einheitlichen Reichsschatz handelte. Die betreffenden Objekte waren von drei verschiedenen Orten (Aachen, Nürnberg und Wien) herbeizuschaffen.

In Aachen befand sich das Krönungsevangeliar169, auf das der Römische König während der Krönung mit zwei Fingern den Eid ablegte. Der Codex stammt noch aus der Zeit Karls des Großen und entstand kurz vor 800, wohingegen der Einband erst um 1500 gefertigt wurde. Weiters gehörte zum Aachener Schatz die sogenannte Stephansbursa170, ein Reliquiar, welches einst mit vom Blut des Erzmärtyrers Stephanus getränkter Erde gefüllt gewesen sein soll. Der einer alten Pilgertasche nachempfundene Reliquienschrein ist ebenfalls karolingisch und stammt aus dem ersten Drittel des 9. Jahrhunderts. Schließlich befand sich in Aachen noch der sogenannte Säbel Karls des Großen171, der jedoch nicht von diesem stammen kann, da der Säbel erst im 10. Jahrhundert entstand. Mit ihm wurde der König während der Krönung umgürtet. Der Legende nach wurden die drei Objekte von Otto III. im Grab Kaiser Karls des Großen gefunden172.

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