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Zweisprachigkeit und bilingualer Unterricht

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkieko and Loretta Bertelle

Der Band stellt die Problematik der Zweisprachigkeit und des bilingualen Unterrichts in Polen umfassend dar. Er ist in zwei sich ergänzende Teile gegliedert. Die Autoren des theoretischen Teils repräsentieren verschiedene Disziplinen, u.a. Linguistik, Psychologie, Pädagogik und unterschiedliche Forschungsperspektiven, die zusammen ein komplexes Gesamtbild der polnischen Bilingualismusforschung ergeben. Der zweite Teil des Bandes spiegelt die theoretischen Schwerpunkte des ersten Teils auf der praktischen Ebene wider. Die Autoren, u.a. praktizierende Lehrer/innen, Vertreter von Selbstverwaltungsbehörden, nichtstaatlichen Organisationen und Verbänden, erörtern die für ihre berufliche Umwelt relevanten Probleme und bringen Lösungsvorschläge ein, die sich in der Praxis bewährt haben.
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Bilingualer Unterricht im Lichte linguistischer und glottodidaktischer Forschung

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Das Ziel der vorliegenden Ausführungen besteht darin, das Konzept des bilingualen Unterrichts im Hinblick auf sein glottodidaktisches Potential zu analysieren und zu bewerten. Die Bezeichnung bilingualer Unterricht (bilingual education, Content and Language Integrated Learning, CLIL) bezieht sich auf didaktische Prozesse, in denen der Zweitsprachenunterricht mit dem Sachfachunterricht (z.B. Mathematik, Geschichte, Erdkunde, Chemie oder Biologie) auf die Art und Weise integriert wird, dass die Zweitsprache zur Kommunikations- und Arbeitssprache in dem jeweiligen Sachfachunterricht wird. Das Ziel jedes Fremd- bzw. Zweitsprachenunterrichts ist die Förderung der Entwicklung der Kommunikativen Kompetenz der Lernenden, d.h. ihrer Fähigkeit, die Fremd- bzw. Zweitsprachenäußerungen verstehen und produzieren zu können sowie sie im Kommunikationsprozess als Kommunikationsmittel effektiv einzusetzen (vgl. Grucza F. 1993a: 31; 1993b: 157; 2005: 49). Zahlreiche Untersuchungen1, die die Leistungen von Lernenden in bilingualen Programmen dokumentieren, scheinen eindeutig ihre ausgezeichneten Erfolge im Bereich der Entwicklung der zweitsprachlichen Kompetenz zu bestätigen; es fehlt jedoch immer noch an einer wissenschaftlich begründeten Erklärung, warum es so ist – warum und auf welche Weise von den Lernenden in bilingualen Pogrammen so gute Leistungen im Bereich der Zweitsprache erzielt werden (vgl. z.B. Rössler 2002: 100; Zydatiss 2002: 33; Vollmer 2005: 52). In der Fachliteratur wird meistens lediglich darauf hingewiesen, dass die Entwicklung fremdsprachlicher Fähigkeiten ein „Nebenprodukt“ der Entwicklung der Fachkompetenzen im jeweiligen Sachfachbereich sei. Vom Standpunkt der Glottodidaktik aus ist diese „Erklärung“ äußerst unbefriedigend.

Aus diesem Grund wird im folgenden Beitrag ein Versuch unternommen, ausgewählte...

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