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Transformational Outsourcing

Ein Konzept zur strategischen Erneuerung

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Kai Jens Ströder

Wettbewerbsvorteile sind in dynamischen Umwelten flüchtig und müssen immer wieder aufs Neue gewonnen werden. Unternehmen sind nicht selten mit der Aufrechterhaltung der strategischen Balance zwischen Exploitation bestehender und Exploration neuer Geschäftspotenziale überfordert. Diese Arbeit untersucht Transformational Outsourcing im Rahmen einer kollaborativen Beziehung als Option für eine strategische Erneuerung. Durch Einnahme einer ressourcenbasierten Sichtweise wird diskutiert, unter welchen Bedingungen erkannte Ressourcen- und Kompetenzlücken kontextabhängig geschlossen werden können. Bisher existente Paradigmen der Verortung von Ressourcen werden hinterfragt und die Potenziale einer partnerschaftlichen Nutzung und Entwicklung von dynamischen Fähigkeiten aufgezeigt.
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1 Einführung

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„It is not the strongest species that survive, nor the most intelligent, but the one that is most responsive to change.“1

Der Philosoph HERAKLIT hatte die Erkenntnis, dass alle Dinge im Fluss sind und das Unerwartete erwartet werden muss, um es zu finden.2 Der Wandel stellt sich seit jeher als die einzige Konstante ein, auf die sich auch das Management mit Sicherheit verlassen kann. Die Bedeutung des Werdens übersteigt nicht nur in der Philosophie immer schneller den Nutzen des Seins. Die Geschwindigkeit, mit der Prozesse die Zustände ändern, hat in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen und wird auch weiterhin zunehmen. Und es ist nicht davon auszugehen, dass lang anhaltende Phasen stabiler Bedingungen eintreten werden. Der Fluss der Veränderungen mündet in unaufhörlichen Wandel, der nahezu alle Wirtschaftsbereiche erfasst hat. Wenn sich die Erfolgsbedingungen signifikant ändern, dann ist die Fähigkeit zur strategischen Erneuerung im Sinne einer Bereitschaft zu fundamentalen Veränderungen der Strategien, Strukturen und Weltsichten gefordert.3 Die steigende Wettbewerbsdynamik und sich ausweitende Umfeldunsicherheit sorgen dafür, dass Unternehmen einem stetig zunehmenden Überlebensdruck ausgesetzt sind.4 Dieser Druck bietet Unternehmen neben dem Zwang zur Veränderung jedoch auch zahlreiche Möglichkeiten, immer neue, außerordentliche Chancen frühzeitig wahrzunehmen.

Allerdings werden stets mehr Chancen vergeben als wahrgenommen werden können. Im Extremfall kann es sich hierbei auch um die finale Chance handeln, die entscheidend für das langfristige Überleben eines Unternehmens sein kann. Ebenso können sich plötzlich ergebende, einmalige...

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