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Transformational Outsourcing

Ein Konzept zur strategischen Erneuerung

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Kai Jens Ströder

Wettbewerbsvorteile sind in dynamischen Umwelten flüchtig und müssen immer wieder aufs Neue gewonnen werden. Unternehmen sind nicht selten mit der Aufrechterhaltung der strategischen Balance zwischen Exploitation bestehender und Exploration neuer Geschäftspotenziale überfordert. Diese Arbeit untersucht Transformational Outsourcing im Rahmen einer kollaborativen Beziehung als Option für eine strategische Erneuerung. Durch Einnahme einer ressourcenbasierten Sichtweise wird diskutiert, unter welchen Bedingungen erkannte Ressourcen- und Kompetenzlücken kontextabhängig geschlossen werden können. Bisher existente Paradigmen der Verortung von Ressourcen werden hinterfragt und die Potenziale einer partnerschaftlichen Nutzung und Entwicklung von dynamischen Fähigkeiten aufgezeigt.
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2 Der Weg zum Transformational Outsourcing

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Bei der Analyse wissenschaftstheoretischer Sachverhalte ist die definitorische Festlegung von Erfahrungs- und Erkenntnisobjekt von substanzieller Bedeutung. Ausgehend von der für die Betriebswirtschaft sehr zentralen Theorie der Arbeitsteilung, die von ADAM Smith schon im 18. Jahrhundert eingeführt wurde,67 kann eine Herleitung und Entwicklung des Erfahrungsobjektes Outsourcing durch Einbezug verschiedener Ansätze systematisch vorgenommen werden. Allerdings begegnet man bei der Abgrenzung des Erkenntnisobjektes Transformational Outsourcing unweigerlich einer bisher weitgehend ungelösten Definitionsproblematik.

Diese Problematik ist zu großen Teilen mit der relativ schnellen Evolution des Outsourcing und dem damit einhergehenden Bedeutungswandel erklärbar.68 Dieser ist sowohl in der Theorie als auch in der Praxis zu beobachten: Von einem einfachen Instrument zur Kosteneinsparung, über eine spezifische Sourcingalternative, die im Zuge der Diskussion um vertikale Integration oder Disintegration69 einen strategischen Bedeutungsgewinn erfahren hat, bis hin zu einem etablierten strategischen Managementinstrument, welches über ausgedehnte Gestaltungsoptionen verfügt, hat sich Outsourcing zu einem zunehmend wichtigen und komplexen Betrachtungsobjekt in Theorie und Praxis weiterentwickelt. Outsourcing präsentiert sich als „Phenomenon in motion“,70 dessen bis dato unaufhörliche Bedeutungsausweitung in charakteristischen Wellen erfolgt, die in präzise identifizierbaren Generationen bzw. Entwicklungsstufen beschreibbar sind.

Eine solch umfangreiche Ausweitung sowohl der theoretischen Bedeutungszuweisung als auch der praktischen Relevanz führt allerdings auch zu einer erheblichen Abgrenzungsproblematik von weiteren, die interne und externe Leistungsbereitstellung charakterisierenden und in die betrachtete Forschungsfrage involvierten Begriffen. Als Voraussetzung einer systematischen Diskussion des Erkenntnisobjektes Transformational Outsourcing ist infolgedessen eine umfassende Begriffserörterung mit exakter definitorischer Abgrenzung...

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