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Transformational Outsourcing

Ein Konzept zur strategischen Erneuerung

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Kai Jens Ströder

Wettbewerbsvorteile sind in dynamischen Umwelten flüchtig und müssen immer wieder aufs Neue gewonnen werden. Unternehmen sind nicht selten mit der Aufrechterhaltung der strategischen Balance zwischen Exploitation bestehender und Exploration neuer Geschäftspotenziale überfordert. Diese Arbeit untersucht Transformational Outsourcing im Rahmen einer kollaborativen Beziehung als Option für eine strategische Erneuerung. Durch Einnahme einer ressourcenbasierten Sichtweise wird diskutiert, unter welchen Bedingungen erkannte Ressourcen- und Kompetenzlücken kontextabhängig geschlossen werden können. Bisher existente Paradigmen der Verortung von Ressourcen werden hinterfragt und die Potenziale einer partnerschaftlichen Nutzung und Entwicklung von dynamischen Fähigkeiten aufgezeigt.
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3 Strategische Neuausrichtung durch Transformational Outsourcing

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Als Ausgangspunkt der weiteren Analyse wird die im Strategischen Management etablierte Annahme stehen, dass ein Unternehmen zunächst aus einem Bündel einzigartiger, spezifischer Assets, schwer imitierbarer Kompetenzen und Ressourcen besteht.557 Die entsprechende Diskussion über die Generierung von ökonomischen Renten, resultierend aus erklärbaren Wettbewerbsvorteilen, wurde unter Einnahme der ressourcenorientierten Sichtweise an anderer Stelle vielfach geführt.558 Die symbiotische Existenz von einzigartigen und schwer imitierbaren „Dynamic Capabilities“ nimmt hier eine entscheidende Rolle ein, insbesondere unter der Prämisse sich schnell wandelnder Umwelten, Wettbewerber und Märkte.559

„When advantage is based on competencies that have actually ambiguous characteristics, then it will be difficult for competitors to overcome the advantage by imitation. In itself causal ambiguity does not guarantee that a firm will be able to maintain a competitive advantage, but it does create a very effective barrier to imitation.“560

Aus diesen vorangestellten Grundannahmen wird abgeleitet, dass Wettbewerbsvorteile, die mit dem Besitz einzigartiger, rarer und schwer imitierbarer Assets begründet werden, zu einem definierbaren Zeitpunkt auch wieder erlöschen können. Die Herausforderung besteht nach DIERICKX/COOL darin, die entsprechenden Treiber zu erkennen und sowohl proaktiv als auch reaktiv angemessene Antworten auf sich ändernde Bedingungen zu finden.561 Wettbewerbsvorteile können folglich per se nicht in dauerhaftem Besitz eines Unternehmens sein. Vielmehr muss neben der Erhaltung und Nutzung von einer Notwendigkeit zur permanenten Neuerschaffung ausgegangen werden.

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