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Transformational Outsourcing

Ein Konzept zur strategischen Erneuerung

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Kai Jens Ströder

Wettbewerbsvorteile sind in dynamischen Umwelten flüchtig und müssen immer wieder aufs Neue gewonnen werden. Unternehmen sind nicht selten mit der Aufrechterhaltung der strategischen Balance zwischen Exploitation bestehender und Exploration neuer Geschäftspotenziale überfordert. Diese Arbeit untersucht Transformational Outsourcing im Rahmen einer kollaborativen Beziehung als Option für eine strategische Erneuerung. Durch Einnahme einer ressourcenbasierten Sichtweise wird diskutiert, unter welchen Bedingungen erkannte Ressourcen- und Kompetenzlücken kontextabhängig geschlossen werden können. Bisher existente Paradigmen der Verortung von Ressourcen werden hinterfragt und die Potenziale einer partnerschaftlichen Nutzung und Entwicklung von dynamischen Fähigkeiten aufgezeigt.
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Zusammenfassung

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Es herrscht eine „neue Normalität“, mit der Unternehmen heute konfrontiert sind. Sie resultiert unter anderem aus einer intensiven Vernetzung der Weltwirtschaft, aus konvergenten sowie divergenten Märkten und einer beobachtbaren Beschleunigung der Diffusion von Technologien. Aus den resultierenden Interdependenzen entsteht Turbulenz und Volatilität, die zu einer Unberechenbarkeit mit ständig neuen und komplexeren Herausforderungen für Unternehmen führen. Die Strategie des „Aussitzens“ mit dem Vertrauen auf bewährte Strukturen und bisher erfolgreiche Kernkompetenzen bringt gerade die ehemals erfolgreichen und unerschütterlichen Technologie- und Marktführer in Bedrängnis. Aber auch junge und aufstrebende Unternehmungen stoßen an ihre Grenzen, wenn ihr schnelles Wachstum nicht in eine mitwachsende Ressourcen- und Fähigkeitsentwicklung eingebettet werden kann. Dynamische Kompetenzen und Fähigkeiten sind mehr denn je gefragt, um in Verbindung mit adaptiven Strategien immer wieder einen Wettbewerbsvorteil neu zu generieren oder aufrecht zu erhalten.

Es kommt vermehrt zu Situationen, in denen Unternehmen drängend existentielle Weichenstellungen vornehmen müssen, um ihre pure Existenz zu sichern: Drohen bestehende Wettbewerbsvorteile aufgrund limitierter Ressourcen- bzw. Kompetenzausstattung rasch zu erodieren, kann eine fundamentale strategische Erneuerung recht kurzfristig notwendig werden. Hierzu sind intelligente und mutige Instrumente notwendig und es stellt sich die Frage, ob mit Transformational Outsourcing ein theoretisch fundiertes Konzept bereitgestellt werden kann.

Das Konstrukt des Transformational Outsourcing wird zunächst von anderen Ausprägungsformen differenziert. Unter Verwendung einer generischen Taxonomie wird ein Ordnungsrahmen entwickelt, welcher auf einer vorausgegangenen, umfangreichen Diskussion des definitorischen Verständnisses von Outsourcing gr...

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