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Die Würde der Arbeit zwischen Macht, Dichtung und Glauben

Essays gegen das Vergessen

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Friedrich Mülder

Dieses Buch will daran erinnern, dass Arbeit die Basis aller Kultur ist. Die Würde körperlicher wie geistiger Arbeit ist ein Leitmotiv in den vierzehn hier vorgestellten Essays. Die Retrospektive umfasst die Arbeiterbewegung in ihrem Ringen um die soziale Frage, die Auswirkungen des Sozialistengesetzes, die Bildungspolitik der frühen Sozialdemokratie. Ein weiterer Bereich ist der Literatur gewidmet: Lessings letzte Kämpfe in Wolfenbüttel, Schillers und Heines Haltung zur Französischen Revolution, Liliencrons Dichterleben, Goethes Reisen, sein letzter Aufenthalt in Marienbad – die Elegie. Für die theologische Position stehen die Arbeiten über Franz von Assisi und seinen Weg in die Heiligkeit; über Dietrich Bonhoeffers gläubiges Leben, das mit seinem Opfertod im Widerstand gegen die Tyrannei endet.
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Vorwort

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Die Texte dieses Bandes sind gegen das Vergessen geschrieben. Sie haben ihren Ursprung zum Teil in Beiträgen zu wissenschaftlichen Tagungen, die der Erforschung und Darstellung von Zeitströmungen, geistigen Entwicklungen und Lebensläufen vergangener Jahrhunderte gewidmet waren. Einige dieser Aufsätze sind Resultate der stillen Beschäftigung mit Personen der Zeitgeschichte, die mir durch ihr Wirken in ihren Lebenszeiten nahe stehen; andere umfassen Themenbereiche, die mir einer intensiven Auseinandersetzung wert schienen. Vor allem geht es mir um den schaffenden Menschen, den mit den Händen arbeitenden wie um den geistig wirkenden, in seiner Existenz, seiner Pflicht, seiner Begabung, seiner Berufung, seinem Glauben, seiner Würde. Ich habe sie verfasst als Mann vom Bau, als Architekt, der sich aber schon in jungen Jahren intensiv der Literatur und der historischen Forschung verschrieben hat.

Abgesehen von der Aufnahme einiger Manuskripte in Tagungsbände und andere Publikationen, ruhten diese Texte als stille Dateien im engen Rund der Festplatte meines Computers. Wenn jetzt diese digitalen Zeichen aus ihrer Abstraktion in die Sinnlichkeit unserer siebenundzwanzig Buchstaben gesetzt und zwischen Buchdeckel gebunden worden sind, so ist dieser Umstand zuerst dem Drängen der Freunde zu verdanken, die in den Texten zur Arbeiterbewegung wie in den historischen, literarischen und biographischen Essays das kompakt formulierte, bewahrenswerte Erinnerungspotential gesehen haben.

Arbeiter und Herrscher, Dichter und Heilige sind auf diesen Buchseiten versammelt, wie aktuelle Themenstellungen sie gerufen haben. Einige Anmerkungen zu den hier angesprochenen, so unterschiedlich positionierten Protagonisten der menschlichen Gesellschaft seien mir an...

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