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Bewegte Sprache

Leben mit und für Mehrsprachigkeit

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Antonella Nardi and Dagmar Knorr

Mehrsprachigkeit begegnet einem heutzutage überall; sie hat alle Lebensbereiche und Kommunikationsformen erfasst. Mehrsprachigkeit wird gelebt, weil die Mitglieder unserer Gesellschaft selbst mehrsprachig sind. Es sind Personen, die ihre sprachlichen Ressourcen in das gesellschaftliche Miteinander einbringen – so wie Antonie Hornung, der dieser Band gewidmet ist. Hierzu gehört auch der Wechsel zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Regionen. Mit den Personen bewegt sich auch die Sprache. Der Umgang mit Mehrsprachigkeit umfasst individuelle, didaktische und wissenschaftliche Facetten, die in diesem Band beleuchtet werden. Daher sind die Beiträge auf Deutsch, Italienisch, Englisch und Spanisch verfasst und vertreten sprachwissenschaftliche, didaktische und literaturwissenschaftliche Diskurse, die Mehrsprachigkeit in verschiedener Weise thematisieren. Gemeinsam ist ihnen die Basis, einen Menschen als Individuum mit seinen sprachlichen Fähigkeiten wahrzunehmen und wertzuschätzen.
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Schemadifferenzierung beim Schreiben: Zur Herausbildung sachtext-spezifischer Formulierungsstrategien in Texten von VolksschülerInnen: Paul R. Portmann-Tselikas

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Antonie Hornung hat mich seit unserer gemeinsamen Zeit am Institut für Germanistik der Universität Zürich immer wieder beeindruckt und inspiriert durch ihr Engagement für die Sache der Didaktik, durch ihre Begeisterung für ihre SchülerInnen, ihren unermüdlichen Erfindergeist als Lehrerin und durch ihre Fähigkeit, aus genauer Beobachtung auch scheinbarer Nebensächlichkeiten weitreichende Einsichten zu gewinnen und Optionen für das didaktische Handeln abzuleiten. Im folgenden Beitrag versuche ich, zumindest in einer Hinsicht in ihre Fußstapfen zu treten und anhand der Beobachtung von Phänomenen in einem Klassensatz von Texten aus einem 4. Schuljahr zu zeigen, wie Schülerinnen und Schüler daran arbeiten, in der Auseinandersetzung mit einer für sie offensichtlich neuen Aufgabe – nämlich der, einen Sachtext zu verfassen – Ausdrucksmittel zu finden und zu erfinden, die dieser Aufgabe angemessen sind. In weitergehender, nämlich didaktischer und methodischer Hinsicht habe ich hier nichts Weiterführendes anzubieten. Dies ist eine Domäne, in der ich es nicht wagen kann, ihrer Meisterschaft auch nur in Ansätzen gerecht zu werden.

1Ausgangspunkte

Der Ausbau der grundlegenden Sprachkompetenzen, wie sie Kinder im Alter von ca. 5 bis 6 Jahren erworben haben, gehört zu den zentralen Aufgaben der Schule. Er geschieht wesentlich in der Auseinandersetzung mit der Schrift, dem Lesen und dem Schreiben im Deutschunterricht und mit dem strukturierten Lernen in den Sachfächern. In den letzten Jahren sind die Phänomene und Probleme dieses Sprachausbaus zusehends diskutiert worden. Die zentralen...

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