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Die Problematik der sprachlichen Integration von ImmigrantInnen

Unter Berücksichtigung des staatlich geforderten Sprachniveaus B1 (GER)- Verbesserungsvorschläge auf Grundlage der empirischen Untersuchung in Berlin-Moabit

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Liudmila Li

Integration und Sprache hängen eng miteinander zusammen. Besonders für ImmigrantInnen stellt die sprachliche Integration als Grundvoraussetzung für alle weiteren Dimensionen der Integration eine große Herausforderung dar. Reicht das Sprachniveau der staatlichen Integrationskurse in der Stufe B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens aus, um ein eigenständiges Leben führen zu können? Die Autorin untersucht die sprachliche Integration mit ihren Auswirkungen auf die verschiedenen Dimensionen der Integration, von der strukturellen (Arbeitsmarkt, Bildung, Ausbildung, Schule) über die soziale bis hin zur identifikatorischen Integration. Es wird gezeigt, dass das vom Staat für eine erfolgreiche Integration geforderte Sprachniveau der Stufe B1 der gestellten Forderung nicht gerecht werden kann.
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1. Migration – Ein aktuelles deutsches Phänomen

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Migration, oder auch Wanderung, ist ein internationales und deutsches Phänomen mit Tradition und von höchster Aktualität. Gegenwärtig sind so viele Menschen in Bewegung wie nie zuvor (Treibel 2011: 11f). Das betrifft die meisten Regionen der Welt – ob die Menschen ihr Land verlassen, also abwandern, oder einem Land zuwandern (vgl. Rittstieg 1994: 133). Dabei ist Migration durchaus kein neues Phänomen. Denn Wanderungen einzelner Menschen oder Gruppen bis hin zu ganzen Völkerwanderungen hat es zu allen Zeiten in allen Kulturkreisen gegeben. Schon immer hatten Menschen Gründe, nach besseren Lebensbedingungen zu suchen und beispielsweise Armut, Hunger oder Krankheit hinter sich zulassen oder das eigene Leben durch Flucht zu retten (vgl. Han 2010: 5; Treibel 2011: 11). Wenngleich sich die politischen Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit geändert haben, gibt es bis heute immer wieder Gründe, die eigene Lebenssituation zu verbessern bzw. den Lebensunterhalt zu sichern. Besonders Europas Geschichte war schon immer durch Migration geprägt, bevor die ökonomisch bzw. politisch bedingte Massenmigration seit der Industrialisierung und Technisierung mit ihrer einhergehenden Verstädterung neue, globale Dimensionen erreicht hatte (vgl. Pries 1997: 15; Treibel 2011: 11). Demzufolge ist Migration in Europa nicht nur auf die Nachkriegszeit zurückzuführen, als man Arbeitskräfte anwarb, sondern reicht zurück bis in das 18. und 19. Jahrhundert. Bereits hier fanden Auswanderungen, Zuwanderungen wie auch interne Wanderungen statt, die bis heute anhalten (vgl. Hornberg 2000: 3; Bade 2001: 17; Meinhardt 2006: 26ff).

Mit der Gründung...

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