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Die Problematik der sprachlichen Integration von ImmigrantInnen

Unter Berücksichtigung des staatlich geforderten Sprachniveaus B1 (GER)- Verbesserungsvorschläge auf Grundlage der empirischen Untersuchung in Berlin-Moabit

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Liudmila Li

Integration und Sprache hängen eng miteinander zusammen. Besonders für ImmigrantInnen stellt die sprachliche Integration als Grundvoraussetzung für alle weiteren Dimensionen der Integration eine große Herausforderung dar. Reicht das Sprachniveau der staatlichen Integrationskurse in der Stufe B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens aus, um ein eigenständiges Leben führen zu können? Die Autorin untersucht die sprachliche Integration mit ihren Auswirkungen auf die verschiedenen Dimensionen der Integration, von der strukturellen (Arbeitsmarkt, Bildung, Ausbildung, Schule) über die soziale bis hin zur identifikatorischen Integration. Es wird gezeigt, dass das vom Staat für eine erfolgreiche Integration geforderte Sprachniveau der Stufe B1 der gestellten Forderung nicht gerecht werden kann.
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5. Soziale Integration und ihre sprachliche Dimension

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Die Dimension der sozialen Integration bezieht sich auf soziale Beziehungen – von der Kontaktaufnahme bis zum Pflegen bestehender Kontakte – und die Stellung eines Individuums innerhalb einer Gruppe oder Gemeinschaft. Damit macht sie einen wesentlichen Teil des gesellschaftlichen Lebens aus und ist somit besonders wichtig für den Integrationsprozess (vgl. Weiss 2007: 200).

Da jeder ständig in verschiedenen sozialen Gruppen kommuniziert, hängt Sprache eng mit der sozialen wie auch identifikatorischen Integration. Sie ist für eine erfolgreiche soziale Integration von großer Bedeutung, da sie komplexe soziale Handlungen steuert, Verständigung und damit Kooperation ermöglicht sowie Gruppenzugehörigkeit markiert. Damit steht sie im engen Verhältnis mit der Persönlichkeit und Identität des Einzelnen. Es ist das soziale Umfeld, in dem der Mensch seine Sprachfähigkeit entwickelt. Der Spracherwerb stellt dabei eine Interaktion in diesem Umfeld dar (vgl. Maas 2008: 266).

5.1 Sprachliche und soziale Identität als Prozess

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