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Die Problematik der sprachlichen Integration von ImmigrantInnen

Unter Berücksichtigung des staatlich geforderten Sprachniveaus B1 (GER)- Verbesserungsvorschläge auf Grundlage der empirischen Untersuchung in Berlin-Moabit

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Liudmila Li

Integration und Sprache hängen eng miteinander zusammen. Besonders für ImmigrantInnen stellt die sprachliche Integration als Grundvoraussetzung für alle weiteren Dimensionen der Integration eine große Herausforderung dar. Reicht das Sprachniveau der staatlichen Integrationskurse in der Stufe B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens aus, um ein eigenständiges Leben führen zu können? Die Autorin untersucht die sprachliche Integration mit ihren Auswirkungen auf die verschiedenen Dimensionen der Integration, von der strukturellen (Arbeitsmarkt, Bildung, Ausbildung, Schule) über die soziale bis hin zur identifikatorischen Integration. Es wird gezeigt, dass das vom Staat für eine erfolgreiche Integration geforderte Sprachniveau der Stufe B1 der gestellten Forderung nicht gerecht werden kann.
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7.4.3 Kommunikation mit deutschen Behörden

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Ausschließlich und überwiegend in Muttersprache sehen knappe 30 Prozent der Befragten ohne deutschen Pass fern. Dagegen sieht mit 60 Prozent über der Hälfte der Eingebürgerten “vorwiegend“ und „nur in Deutsch“ TV. Das lässt den Rückschluss zu, dass sich die Eingebürgerten zum einen aufgrund dieses Status‘ stärker mit Deutschland identifizieren und – da sie auch ihre sprachlichen Fähigkeiten weitaus besser eingeschätzt haben (vgl. Abb. 10) – sie besser TV verstehen und deshalb wiederum vermehrt in Deutsch fernsehen.

Bei den Befragten ohne deutschen Pass sind aufgrund ihrer schlechteren Einschätzung der sprachlichen Fähigkeiten und Kompetenzen (vgl. Abb. 10) und weniger ausgeprägten Identifikation die Ergebnisse wesentlich geringer. Auch hier stehen zudem Mediennutzung und sprachliche Kompetenz in einer Wechselbeziehung.

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Dass auch hier die Aufenthaltsdauer wenig Einfluss auf die Mediennutzung hat, zeigt die folgende Auswertung. So ist generell in allen Gruppen die Tendenz auszumachen, dass die Befragten in der Muttersprache Fern sehen, unabhängig davon, wielange sie in Deutschland leben. Die Minderheit sieht fern in Deutsch oder vorwiegend, mit Ausnahme der in Deutschland Geborenen von insgesamt 77 Prozent.

Abb. 25: Frage „Wie sehen Sie TV?“ (Analyse nach der Aufenthaltsdauer der Befragten.)

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