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Virtuelle Arbeitswelten

Fallstudien zur Kommunikation in Multimediakonferenzen internationaler Arbeitsgruppen

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Susanne Hoppe

Das Englische ist als Fachsprache und Lingua franca im internationalen Geschäftskontext unverzichtbar. Diese Studie analysiert erstmals seinen Gebrauch in Multimediakonferenzen, deren Teilnehmer sich an verschiedenen Orten befinden, während sie visuell präsentierte Daten bearbeiten. Die Studie zeigt, welche (non)verbalen Mittel eingesetzt werden, um diese hochspezifische Kommunikation zu meistern. Ein Ergebnis ist, dass Multilingualität und -kulturalität die Interaktionsstruktur beeinflussen. Sichtbar wird dies zum einen an spezifischen Formen des Code-Switching, Code-Mixing und Co-Lingualismus, zum anderen an zwei funktional unterschiedlich motivierten Typen von Sprechpausen. Detaillierte Transkripte der Konferenzen als wertvolles Datenkorpus für die nachfolgende Forschung liegen der Studie bei.
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I. Einleitung

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Forschungsrahmen

A technological revolution, centred round information technologies, is reshaping, at accelerated pace, the material basis of society. Economies throughout the world have become globally interdependent, introducing a new form of relationship between economy, state, and society (…). (Castells 1996: 1)

Der Charakter unserer heutigen Gesellschaft entspricht dem einer Informationsgesellschaft wie sie bereits 1952 von Norbert Wiener1 (in Bluma 2005) vorausgesagt wurde. „Eine Informationsgesellschaft ist eine stark von Informationstechnik geprägte Gesellschaft.“ (Otto & Sonntag 1985: 49). Eine solche Gesellschaft konnte durch die zügige weltweite Verbreitung des Computers sowie der entsprechenden globalen Netzwerke in den letzten zwei Jahrzehnten Realität werden. Typisch für die Realität dieser Netzwerke ist der Wegfall von zeitlichen und räumlichen Schranken, der eine „unmittelbare“ Kommunikation sowie den grenzüberschreitenden Austausch von Information in nahezu Echtzeit ermöglicht. Grundlage dafür war die Entwicklung guter rechnergestützter Kommunikationsmedien wie z.B. SKYPE in den 1990er Jahren. Mit Hilfe dieser Technik wurden die Internationalisierung des Tourismus, die globale Vernetzung von Handels- und Hilfsorganisationen sowie die Herausbildung transnationaler Unternehmen möglich.2

Neue Kommunikationsmedien führen unweigerlich zu neuen Kommunikationsformen. Jedoch tragen die kommunikationstechnischen Entwicklungen nicht allein für diese neuen Kommunikationsformen in der heutigen Gesellschaft Verantwortung. Vielmehr bedurfte es für diese Entwicklung einer weitverbreiteten Lingua franca. ← 11 | 12 → Ihr Vorhandensein ist für Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen in global vernetzten Organisationen und Unternehmen eine Grundbedingung für die gemeinsame Kommunikation. Sie bedienen sich heute zumeist des Englischen als...

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