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Metaphysik und die Ordination des Bewusstseins

Sander Wilkens

Metaphysik und Logik rechnen die Beziehungen der Bewusstseinsvermögen gewöhnlich nicht zu den logischen Beziehungen. Eine Ausnahme ist Kants Unterordnung der Sinnlichkeit unter das Verstandesvermögen in der Kritik der reinen Vernunft. Die Logik lehrt außerdem, bei der Anschauung erhalte man stets nur einen einzigen Gegenstand, womit Kant die Geschichte zugleich rekapituliert und prädeterminiert. Fragt man nach der Umkehrbarkeit des Bestimmungsverhältnisses unter den Fakultäten, ergibt sich aber keine Falschheit oder Unmöglichkeit. Es eröffnet sich ein breites Feld an Möglichkeiten, die echte Determination in die Fakultäten zu verlegen und die Formen der Erkenntnis hiervon abhängig zu machen. Die Geschichte der Projektion wird in den Zeugenstand berufen, inklusive einer abschließenden Neubewertung der Korrespondenz.
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[I]. Vorwort und Einführung

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„Hinc de substantiarum immaterialium (quorum tamen eandem ob causam nullus datur intuitus sensitivus, nec sub tali forma repraesentatio) locis in universo corporeo, de sede Animae, […]“1.

„On appelle ici ordonner l’action de l’esprit, par laquelle ayant sur un même sujet, comme sur le corps humain, diverses idées, divers jugements, … divers raisonnemens, il les dispose en la manière la plus propre pour faire connoître ce sujet. C’est celle qu’on appelle encore méthode“2.

„Der zweite Unterschied ist, dass ich mein Augenmerk nicht bloß auf jene besondere Classe der Vorstellungen, welche den Namen der Begriffe führt, beschränkte, sondern auf Vorstellungen überhaupt sah. Von den Logikern älterer Zeit, welche den Unterschied zwischen reinen Begriffen und Vorstellungen überhaupt noch gar nicht deutlich aufgefasst hatten, dürfen wir eben darum nicht verlangen, dass sie denselben hätten berücksichtigen sollen; oder vielmehr wir finden, dass sie unter der Überschrift: »Von den Begriffen (de conceptibus, de ideis)« wirklich nicht bloß von Begriffen, sondern von Vorstellungen überhaupt (auch solchen, die bloße Anschauungen sind, oder sie doch enthalten) gesprochen haben“3.

Bücher sind nicht nur Örter, sondern sie besitzen auch eine bestimmte Ähnlichkeit, was heutzutage wie vielleicht noch nie zutage tritt, um, an den letzten ← 1 | 2 → Begriff, die Ähnlichkeit, geheftet, Fragen der Verallgemeinerung zu eröffnen, welche die Neuzeit charakterisieren: hier stoßen die Möglichkeit, geometrische, ursprünglich sinnliche Anschauung für die Logik zugänglich zu machen (Leibniz/Wolff) oder nicht...

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