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Metaphysik und die Ordination des Bewusstseins

Sander Wilkens

Metaphysik und Logik rechnen die Beziehungen der Bewusstseinsvermögen gewöhnlich nicht zu den logischen Beziehungen. Eine Ausnahme ist Kants Unterordnung der Sinnlichkeit unter das Verstandesvermögen in der Kritik der reinen Vernunft. Die Logik lehrt außerdem, bei der Anschauung erhalte man stets nur einen einzigen Gegenstand, womit Kant die Geschichte zugleich rekapituliert und prädeterminiert. Fragt man nach der Umkehrbarkeit des Bestimmungsverhältnisses unter den Fakultäten, ergibt sich aber keine Falschheit oder Unmöglichkeit. Es eröffnet sich ein breites Feld an Möglichkeiten, die echte Determination in die Fakultäten zu verlegen und die Formen der Erkenntnis hiervon abhängig zu machen. Die Geschichte der Projektion wird in den Zeugenstand berufen, inklusive einer abschließenden Neubewertung der Korrespondenz.
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Zur Definition

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Anstelle einer Anlehnung an die Geometrie, bei der die Funktion des Lots den Anlass der Erläuterung bildet, soll an dieser Stelle eine Definition von Orientierung erfolgen, welche im gesamten Rahmen erklärt, was unter Orientierung zu verstehen ist.

(1)Gemessen an der Basisachse, in der sich das Bewusstsein in Ruhe befindet bzw. indifferent verhält, bedeutet Orientierung einen polaren Gegensatz, innerhalb dessen es seiner Verhaftung in der Realität oder in sich selbst nachgeht.

(2)Beide Richtungen ermöglichen und enthalten eine direkte polare Verankerung, die im einen Fall, der Verankerung in der Realität, das Lot und im anderen Fall, der Verankerung in sich selbst, das Eigenlot des Bewusstseins heiße (mit ›Raum der Begriffe‹, auch ›Reich der Ideen‹ hat es bis heute namhafte Vertreter, das Vorstellungsbewusstsein die natürliche Mitte).

(1) und (2) beinhalten, dass die beiden Pole aufeinander projizierbar sind (und sein müssen). Daraus erklärt sich in der Geometrie das maßgebliche Verhältnis von Gesichts- und Fluchtpunkt (bis hin zum perpendikularen Lot auf einer Rotationsachse, das, an die Visualität als exakter Maßstab gebunden und sobald die eingeführte Gruppe die Grundlage des geometrischen Modells bedeutet, die Subgruppe der euklidischen Geometrie erklärt422). In der Philosophie hingegen erklärt sich hieraus der Basisgegensatz zwischen empirischem und idealem Bewusstsein – den Kants Transzendentalphilosophie symptomatisch in theoretischer Erkenntnis miteinander zu verklammern suchte, und (1) und (2) befinden sich hiermit ausdrücklich in Einklang – und deren methodischen...

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