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Fenster zur Welt

Interkultureller Film, marginalisierte Jugendliche und Performance-Autoethnographie

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Johann Wendel

Das Projekt Fenster zur Welt erforscht die kulturellen Praxen von marginalisierten Kindern und Jugendlichen in Brasilien, Deutschland und der Türkei, die ihre eigenen Kurzfilme erstellen und ihre Erfahrungen durch Webcam, YouTube und Blogs miteinander teilen. Die Studie stellt diese Prozesse als Performance-Autoethnographie dar, die vor allem das gesprochene Wort, das Interaktive und das Visuelle betont. In einer Perspektive der Cultural Studies und der Performance Studies hinterfragt sie die Hierarchie der an der Forschung Beteiligten und hebt die Stimmen der Kinder und Jugendlichen hervor, die in Forschungsberichten ähnlicher Projekte meist zum Schweigen verurteilt sind. Somit entwickelt die Studie einen kritischen Ansatz zur Entwicklung von Praxisprojekten der digitalen Inklusion für das 21. Jahrhundert.
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5.3 Empowerment der Kinder und Jugendlichen im Projekt Fenster zur Welt in der Perspektive der kritischen intermedialen Alphabetisierung

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Fischer

Der Fischer ist ein Mann, der jeden Tag am Meeresufer Fische fängt und diese dann auf dem Markt verkauft. Er ist 35 Jahre alt, seine Haare sind schwarz, und seine Augen sind braun. Dieser Fischer ist in Mardin geboren. Nun lebt er in Istanbul. Er hat keine Familie, nur einen einzigen Sohn. Seinen Sohn gibt er immer bei einer älteren Frau ab, wenn er zum Fischen geht. Abends holt er dann seinen Sohn wieder zu sich nach Hause. Der Fischer hat auch nur einen einzigen Freund. Als der Fischer klein ← 414 | 415 → war, fing sein Vater Fische. Als er ihm dabei zusah, entschied er sich, auch Fischer zu werden. Die Eltern des Fischers starben, als dieser sieben Jahre alt war. Sein größter Wunsch ist es, den Menschen viele Fische zu verkaufen.

Sohn des Fischers

Mein Vater ist Fischer. Ich bin 15 Jahre alt, 142 cm groß und wohne gemeinsam mit meinem Vater im Bezirk Kadıköy. Mein Vater verdient sein Geld mit Fischen. Wenn mein Vater losgeht, um Fische zu verkaufen, bringt er mich zu einer älteren Frau. Wenn er abends zurückkommt, holt er mich ab und gibt mir etwas zu essen. Ich gehe in die Schule, aufs naturwissenschaftliche Gymnasium. Ich möchte Arzt werden, und wenn mein Vater krank wird, werde ich mich um ihn kümmern.

Feuermann

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