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Deutsche und kamerunische Jugendsprache im Kontrast

Untersuchungen zur lexikalisch-semantischen und pragmatischen Kreativität mit didaktischem Bezug zum DaF-Unterricht

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Eugeune Colinet Tatchouala

Jugendsprache ist heutzutage ein internationales Thema von besonderer Brisanz für die Forschung, Öffentlichkeit und Bildung. Der Beitrag zur sprachlichen Kreativität deutscher und kamerunischer Jugendlicher mit didaktischem Bezug zum Deutschunterricht zeigt deutlich aufschlussreiche Unterschiede wie aber auch überraschende Ähnlichkeiten zwischen zwei sprachlich und kulturell weit auseinanderliegenden Varietäten: der deutschen und kamerunischen Jugendsprache. Durch die vergleichende linguistische Analyse werden auch Möglichkeiten und Grenzen kontrastiver Betrachtungsweisen aufgezeigt. Anhand konkreter Beispiele aus dem Unterricht und auf Basis von Ergebnissen aus der Motivationsforschung, Mehrsprachigkeitsdidaktik und germanistischen Variationslinguistik stärkt die Studie zudem den Stellenwert der Jugendsprache als bedeutende Stütze im Sprachunterricht Deutsch. Somit verschafft diese empirische Arbeit durch ihren praktischen Bezug, ihre kontrastive Perspektive und ihre didaktische Ausrichtung einen tiefen Einblick in die Thematik Jugendsprache.
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0 Einleitung

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0.1 Gegenstandsfeld, Motivation und Zielsetzung

Die Teilnahmslosigkeit der italienischen Gesellschaft der 60er Jahre an der Debatte zur Sprachfrage in Italien hat den Sprach- und Kulturkritiker Pier Paolo Pasolini (21977, 33) zu folgender Kritik1 veranlasst: Sein Volk achtete mehr auf das Wetter, anstatt sich mit der akuten Sprachproblematik in der Italienischen Republik der Nachkriegszeit auseinanderzusetzen.2 Mit dieser Beobachtung einer Nation, für die die Frage Che tempo fa? wichtiger als die Frage Che lingua fa? war,3 hat Pasolini (21977, 33) die italienische Gesellschaft auf die Wichtigkeit der Sprachfrage im Besonderen und der Sprache im Allgemeinen aufmerksam gemacht.

Mit dem obigen Bezug will ich die Relevanz des Gegenstandsfelds Sprache hervorheben. Am wichtigsten im vorliegenden Kontext ist nicht die heftige Debatte der 60er Jahre in Italien, sondern die Tatsache, dass der Autor der Sprache besondere Beachtung schenkt und seine Gemeinschaft auf deren Bedeutung aufmerksam macht. Diese Betrachtung der Sprache als achtenswertes Thema freut den Linguisten, der die Sprache beschreibt, und bereichert die Linguistik, die von der Sprachbeschreibung lebt.

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