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Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. I: Literatur- und Übersetzungswissenschaft

Edited By Metin Toprak and Ali Osman Öztürk

Der erste Band enthält die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses, der im Mai 2014 in Kocaeli/Türkei unter dem Thema Migration und kulturelle Diversität stattfand. Der Band ist in zwei Hauptkapitel unterteilt und enthält insgesamt 33 Beiträge, die mehrheitlich der Sektion Literaturwissenschaft zugeordnet sind und in aller Breite an den Titel des Kongresses anknüpfen. Es handelt sich dabei auch um Überlegungen und Analysen aus dem Bereich der Übersetzungswissenschaft, deren Themen aber im Fokus der Migration und kulturellen Diversität behandelt werden.
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Einführung: Literatur und Literaturwissenschaft in Zeiten der Globalisierung

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Seitdem die Welt enger zusammenwächst und Verkehr, Wirtschaft und Datenströme unseren Globus als homogenen Raum erscheinen lassen, der Abschottungen und Selbstisolierungen nur noch als Ausnahme zu kennen scheint, ist ein Schlagwort in aller Munde, das die Tugend des global denkenden und agierenden Menschen ausdrücken soll: Interkulturelle Kompetenz. Interkulturelle Kompetenz zählt zu den soft skills, auf die kein Manager, kein Banker, kein Geschäftsreisender in einer globalen Welt verzichten will. Daher gibt es Ratgeber, Seminare und Schulungsprogramme zu Hauf, die den modernen Menschen fit machen und einstellen wollen auf die Anforderungen interkultureller Kommunikation. So heißt es z. B. in einem im Jahre 2000 in London unter dem Titel Intercultural skills for business publizierten Handbuch für Manager:

Gerade in unserer Zeit lassen sich (…) zwischenkulturelle Begegnungen nur noch schwer vermeiden. Nicht nur einmal sind wichtige Verhandlungen an kulturellen Unterschieden gescheitert, Fusionen von Unternehmen sind in unnötige Schwierigkeiten geraten, und ein wirtschaftlicher Schaden von großen Ausmaßen ist entstanden: So wird z. B. angenommen, daß rund 50% aller amerikanischen Manager im Ausland ihre Aufgabe auf Grund kultureller Unterschiede nicht, oder nur unzureichend erfüllen. (Dahl 2014)

Die Interessenvertreter interkultureller Kompetenz, die ihr Anliegen gut vermarktet haben und als lukratives Geschäft betreiben, bedienen sich aus naheliegenden Gründen einer dramatischen Beschreibung der Ausgangslage. Aussichtsreiche Geschäftsabschlüsse scheitern, amerikanische Manager versagen, weil die Kulturen der Welt so unterschiedlich sind, daß Missverständnisse und in ihrer Folge ökonomische Desaster zwangsläufig...

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