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Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. I: Literatur- und Übersetzungswissenschaft

Edited By Metin Toprak and Ali Osman Öztürk

Der erste Band enthält die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses, der im Mai 2014 in Kocaeli/Türkei unter dem Thema Migration und kulturelle Diversität stattfand. Der Band ist in zwei Hauptkapitel unterteilt und enthält insgesamt 33 Beiträge, die mehrheitlich der Sektion Literaturwissenschaft zugeordnet sind und in aller Breite an den Titel des Kongresses anknüpfen. Es handelt sich dabei auch um Überlegungen und Analysen aus dem Bereich der Übersetzungswissenschaft, deren Themen aber im Fokus der Migration und kulturellen Diversität behandelt werden.
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Soziokulturelle Entwicklung der in Deutschland lebenden türkischstämmigen Frauen mit Migrationshintergrund

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Einleitung

Um eine wirtschaftliche Entwicklung zu verwirklichen, mussten die europäischen Länder; hauptsächlich West – Deutschland (BRD) nach dem 2. Weltkrieg (1945) mit einem kompletten Wiederaufbauprozess beginnen. Somit kamen in den früheren 60er Jahren aus weniger entwickelten Ländern günstige Arbeitskräfte. Anfang 60er Jahre schloß Deutschland mit der Türkei ein Anwerbeabkommen. Im ersten Jahr des Anwerbeabkommens (1961) folgten viele Türken dem Ruf Deutschlands und wanderten als Arbeitskräfte in ein fremdes Land ein, dessen Sprache sie nicht beherrschten und in dem alles neu für sie war. Die für beide Staaten (Türkei und Deutschland) mit zeitlich befristetem Aufenthalt vorgesehene Arbeitsmigration brachte große Probleme mit sich. Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch stellte diesen Zustand mit dem Satz „Wir riefen Gastarbeiter und es kamen Menschen“ fest (vgl. Şen / Golgberg 1994: 22). Die Masse der Migranten kam aus den unterentwickelten Regionen der Türkei; oft waren sie nicht einmal alphabetisiert, doch voller Illusionen über Deutschland. Die vorherrschende Vorstellung in Deutschland war, dass die Gastarbeiter in kurzer Zeit zurückkehren würden. Doch viele sind dann letztendlich sehr viel länger in Deutschland geblieben und haben später ihre Familien nachgeholt. Die erste Generation, die in Deutschland war, war sich ihrer Situation natürlich unbewusst und der Kulturschock war unvermeidlich. Sie wussten nicht, wie man in einem ihnen fremden Land handeln musste. Nicht nur die Frauen hatten Probleme mit der Integration, sondern auch die Männer hatten Schwierigkeiten, sich in...

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