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Die Sprache und ihre Wissenschaft zwischen Tradition und Innovation / Language and its Study between Tradition and Innovation

Akten des 45. Linguistischen Kolloquiums in Veszprém 2010- Proceedings of the 45 th Linguistics Colloquium, Veszprém 2010

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Edited By József Tóth

Der Band enthält 34 Beiträge, die beim 45. Linguistischen Kolloquium in Veszprém (Ungarn) vom 16. bis 18. September 2010 präsentiert wurden. Die Autoren beschäftigen sich mit älteren und neueren Arbeitsfeldern der Sprachwissenschaft sowie ihren innovativen Ergebnissen. Die internationale Zusammensetzung der Kolloquiumsteilnehmer und ihre diversen methodischen Standpunkte und Aspekte bieten ein breit gefächertes Forschungsfeld im linguistischen Wissenschaftsbetrieb. Neben Angewandter Linguistik, Interkultureller Linguistik, Pragmatik, Lexikologie, Semantik, Kontaktlinguistik und Grammatikographie ist auch die Sektion Fremdsprachendidaktik vertreten. Darüber hinaus werden in dem Sammelband Fragen für künftige Forschungen formuliert.
This volume presents 34 papers delivered at the 45th Linguistics Colloquium in Veszprém (Hungary) from 16th to 18th September, 2010. The authors deal with older and newer fields of work in linguistics as well as their innovative results. The international composition of the participants and the various methodological positions and aspects of the academic activities in linguistics offer the possibility of a broad field of research. Apart from Applied Linguistics, Intercultural Linguistics, Pragmatics, Lexicology, Semantics, Contact Linguistics and Grammaticography, the book also presents Foreign Language Didactics. Moreover, the book suggests topics for future research.
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Imre Szigeti: Wortbildung und Kognition: Ist Konversion tatsächlich ein Wortbildungsmittel?

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Wortbildung und Kognition: Ist Konversion tatsächlich ein Wortbildungsmittel?

Imre Szigeti

Einleitung

Die weit überwiegende Mehrheit der Wortbildungstheorien (und der praktischen Lehrbücher zur Wortbildung) betrachtet Konversion als selbstständiges Wortbildungsmittel. Diese Selbstständigkeit ist jedoch in den einzelnen Wortbildungen anders ausbuchstabiert. Zumeist wird Konversion neben Komposition und Derivation als drittes grundsätzliches Wortbildungsmuster gehandelt (so etwa Altmann & Kemmerling (2005), Eichinger (2000), Lohde (2006), Olsen (1986) und implizit auch Donalies (2005)). In Fleischer & Barz (2007) und Erben (2000) wird Konversion hingegen als Unterart der Derivation aufgefasst. In diesen Theorien wird innerhalb der Derivation zwischen expliziter und impliziter Derivation unterschieden. Explizite Derivate entstehen durch die Hinzufügung von „sichtbaren“ Wortbildungsaffixen (vgl. an-geb_ aus geb_ oder Bind-ung aus bind_), während implizite Derivate in der Regel durch nicht segmentierbare Veränderungen der Wortart gekennzeichnet sind wie etwa Ablaut (vgl. bind_ > Band und Bund) oder Nullmorphem (vgl. schlaf_ und Schlaf oder lesen und Lesen). Wie man unschwer erkennt, umfasst implizite Derivation genau das, was in anderen Theorien als Konversion bezeichnet wird. Wegen der angedeuteten nicht-segmentierbaren Eigenschaft der konversionalen Derivate ist auch der Begriff Nullableitung weit verbreitet.

Ich werde im Folgenden den denkbar generellsten Begriff zu Grunde legen und betrachte Konversion als eine Ableitung, die ohne sichtbares Wortbildungsmorphem erfolgt.1 Bei einer solchen Definition sind selbstverständlich weitere Differenzierungen notwendig. So unterscheide ich auf Grund der einschlägigen Daten Phänomene, die einer engen und einer weiten Definition von Konversion entspringen. Erstere umfasst denominale,...

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