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Steueraggressivität börsennotierter und nichtbörsennotierter Unternehmen in Deutschland

Eine theoretische und empirische Analyse

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Theresa Weiß

Das Bestehen einer Steuerpflicht löst stets auch Bestrebungen aus, dieser zu entgehen. Entsprechende Verhaltensmuster großer, international agierender und häufig börsennotierter Unternehmen sind Gegenstand einer öffentlichen Debatte jüngerer Zeit. Die empirische Forschung befasst sich schon seit längerem mit dem Phänomen eines solchen Verhaltens, wobei speziell die deutsche Forschungsliteratur diesbezügliche Defizite aufweist. Diese Arbeit widmet sich der systematischen Aufarbeitung dieses Phänomens und diskutiert, inwiefern Unterschiede zwischen Unternehmen bestehen. Hierbei wird insbesondere die Frage erörtert, ob – in Deutschland – börsennotierte und nichtbörsennotierte Unternehmen unterschiedlich stark steueraggressiv agieren. Die Arbeit liefert hierzu erste empirische Befunde.
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6. Zusammenfassung und Ausblick

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Das Phänomen der Steueraggressivität ist beinahe so alt wie die Besteuerung selbst und ist auch bzw. gerade bei Unternehmen feststellbar. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, dieses Phänomen einer grundlegenden Beleuchtung zu unterziehen und darauf aufbauend eine theoretische und empirische Analyse der Steueraggressivität börsennotierter und nichtbörsennotierter Unternehmen in Deutschland durchzuführen. Der institutionelle und regulatorische Hintergrund Deutschlands war bisher kaum Gegenstand empirischer Untersuchungen zur Steueraggressivität, obgleich es insbesondere aufgrund seines Maßgeblichkeitsprinzips ein spannendes Forschungsfeld darstellt. Durch die unterschiedliche Zielsetzung steuerlicher Rechnungslegung als Konkretisierung der Steueraggressivität und externer Rechnungslegung resultiert bei Verknüpfung ein Spannungsfeld, wobei die Auflösung des Konflikts zu Gunsten des einen oder des anderen in jedem Fall Kosten hervorruft. Da für börsennotierte Unternehmen die externe Rechnungslegung einen höheren Stellenwert einnimmt als für nichtbörsennotierte Unternehmen, erscheint es als folgerichtig, dass erstere die Ziele der externen Rechnungslegung über diejenigen der steuerlichen Rechnungslegung stellen, um financial reporting costs zu vermeiden. Allerdings ist die Steueraggressivität eines Unternehmens von einer Vielzahl von Faktoren determiniert, so dass die Frage nach der Steueraggressivität börsennotierter und nichtbörsennotierter Unternehmen einer umfassenden Analyse bedarf.

Die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit werden im Folgenden thesenförmig zusammengefasst:

•Steuern stellen durch den Staat erhobene Geldleistungen dar, die zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben verwendet werden. Die Lastzuordnung hat nach gewissen Prinzipien zu erfolgen. Als Fundamentalprinzip der Besteuerung gilt in Deutschland das Leistungsfähigkeitsprinzip, wobei durch den Wettbewerb der Steuersysteme das...

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