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Stephen King’s «It» in Translation

Die Übersetzungen von Tabuwörtern in der Umgangssprache der Kinder im Roman- Sieben Sprachen im Vergleich

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Britta Stöckmann

Du sollst nicht fluchen – ein alltäglicher, oft totgeschwiegener Bestandteil der Sprache ist ihr Tabuwortschatz. Anhand eines ausgewählten Bereichs von Stephen Kings Roman It und seinen Übersetzungen wird Einblick in die Gewohnheiten des Fluchens in sieben verschiedenen Sprachen genommen. Dabei stellt der im Roman fein ausdifferenzierte Gebrauch von Flüchen und Tabuwörtern Übersetzerinnen und Übersetzer vor die Herausforderung, die thematischen und stilistischen Schattierungen des Originals adäquat wiederzugeben. Kann es überhaupt gelingen, den Tabubruch aus der einen in eine andere Sprache zu übertragen, ohne dass seine Wirkung verloren geht? Wie diese Studie zeigt, weisen der Tabuwortschatz und sein Gebrauch in jeder Sprache ihre ganz speziellen Eigenarten auf.
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3. Analyse der ‚bad language‘ der Kinder im Roman

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3.1. Über die schlimmen Wörter

‚Verbotene‘ oder ‚schlimme‘ Wörter werden von den Kindern im Roman nicht nur verwendet, sondern zumindest in privaten Gedanken durchaus auch thematisiert. Dies beginnt bereits im ersten Kapitel, in welchem Bill und sein jüngerer Bruder sich damit vergnügen, einander mit Fäkalausdrücken zu betiteln. So wird George von seinem Bruder zunächst mit „you waste“ (S. 20) angesprochen und danach als „a-hole“30 (S. 21) betitelt. Es folgt „a whispered conversation of the sort which means very little to anyone save small boys: accusations of who was the biggest a-hole, who had the biggest a-hole, which a-hole was the brownest, and so on“. Dies lässt sich als typisches Verhalten kleiner Kinder einstufen, die laut Franz Kiener die Fäkalsprache zu zweierlei Zweck nutzen:

Sie kann ein Mittel sein, sich über ein anderes Kind lustig zu machen, indem es veranlaßt wird, Verbotenes auszusprechen und sich durch das Gesagte den Blicken anderer auszusetzen. Weil die Fäkalsprache durch die Erwachsenenautorität verboten ist, nimmt sie die Hauptmerkmale einer „geheimen“ Subsprache an. Sie stellt – und das ist ihr zweiter Zweck – ein Band zwischen Kindern und eine Äußerung des Selbstbewußtwerdens Heranwachsender dar, eine Herausforderung der Autorität. (Kiener 1983:146)

Diese Freude daran, mittels skatologischer Ausdrücke ein Verbot der Erwachsenen zu übertreten, wird auch im Text deutlich: „Bill said one of the forbidden words – he accused George of being a big brown shitty a-hole...

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