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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Edited By Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Ist Grammatik drin, wo Grammatiker draufsteht? Bemerkungen zum neuen „Duden-Sprachbuch“

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Wilfried Kürschner, Vechta

1 Zu den Quellen des Wissensmangels

Beim Linguistischen Kolloquium 2006 in Mannheim habe ich eine Art Besprechungsvortrag mit dem Titel „Wo DUDEN draufsteht ...“ gehalten. Es ging damals um ein Grammatikbüchlcin des Duden-Paetec-Verlags, die „Duden-SMSGrammatik“, die von Fehlern nur so strotzte.1 Ziel meines damaligen Vortrags war weniger die Aufdeckung von Fehlem und Ungeschicklichkeiten in Grammatiklehrbüchern an sich, sondern vielmehr der Versuch, eine der Quellen aufzudecken, aus denen sich die weitverbreitete Unkenntnis der deutschen Grammatik nicht nur bei Schülern, sondern bedauerlicherweise auch bei Germanistikstudenten und Lehramtsanwärtern, also künftigen Deutschlehrern, speist. Wer dermaßen falsch und unvollständig belehrt wird, wie es nicht nur durch die „Duden-SMS-Grammatik“, sondern durch eine Vielzahl von Broschüren gleichgelagerter Qualität geschieht, wird in seinem grammatischen Laien- oder Alltagswissen bestärkt, wenigstens nicht korrigiert, wird also auch zu keinem wirklich professionellen Wissen gelangen, wie er es als Deutschlehrer eigentlich benötigt, um einen von der Sache her fundierten Grammatikunterricht anbieten und durchführen zu können – es sei denn, der künftige Deutschlehrer erhält in seinem Studium, möglichst zusätzlich auch in der Ausbildungszeit, genügend Anstöße, sich gründlich mit der Grammatik seiner Sprache zu beschäftigen. Darum ist es jedoch an deutschen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen nicht zum Besten bestellt, wie gerade wieder in einer Osnabrücker Examensarbeit (Brockmann 2006) festgestellt wurde.

Meine eigenen Beobachtungen an Lehramtsstudenten der Germanistik an der Universität...

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