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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Edited By Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Medialität, Intermedialität und Kommunikationsformen

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Werner Holly, Chemnitz

1 Sprache pur? Ein Beispiel für intermediale Bedeutungskonstitution

Sprache kann und muss man „so und so“ sehen. Man hat sie mit gutem Grund einen „aspektheterogenen Gegenstand“ genannt (Feilke 1996: 16). Trotzdem wollen viele Sprachwissenschaftler Sprache lieber „pur“, d.h. reduziert und isoliert. Das ist in der Wissenschaft ein legitimes Vorgehen und führt durchaus zu beachtlichen Ergebnissen – solange man sich der Einschränkungen bewusst bleibt. Unter der Ägide des Strukturalismus, der das letzte Jahrhundert dominiert hat, blieb paradoxerweise gerade das Offensichtliche und einzig Reale an der Sprache, Oberfläche und Performanz also, merkwürdig zurückgestuft; als eigentlich interessant galt (und gilt vielen bis heute) die „Sprache hinter dem Sprechen“ (Krämer 1999), ein virtuelles Regelsystem von Zeichen, deren materiale Zeichenhaftigkeit mit all ihren Implikationen aber ebenso ausgeblendet wird wie ihre soziale und kulturelle Verankerung. In der Sprachphilosophie, Logik und Semantik drängt man ohnehin, gemäß der aristotelischen repräsentationistischen Vorstellung, dass Zeichen „für etwas stehen“, lieber gleich zu den Inhaltsstrukturen, ohne sich allzu lange bei den Ausdrücken aufzuhalten – sie sind nur notwendige Einstiegsübel. So hat man lange Zeit die grundsätzliche und unumgängliche Medialität aller Kommunikation und natürlich auch der Sprache kaum thematisiert, oft blieb sogar die Differenz gesprochen/geschrieben unberücksichtigt, was zu folgenschweren Verzerrungen geführt hat. All dies hat sich in den letzten Jahrzehnten allerdings gründlich geändert; dennoch kommt erst in allerjüngster Zeit, vor allem im Kontext der sich...

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