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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Edited By Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Einige Aspekte der metonymischen Übersetzung. Kausale Metonymie im Prädikatbereich

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Natalya Trukhanovskaya, Moskau

1 Der Begriff der Metonymie

In der Sprachwissenschaft wird die Metonymie traditionell als Mechanismus der Bedeutungserweiterung eines Wortes interpretiert. Mit anderen Worten stellt die Metonymie eine semantische Verschiebung dar, die auf der Beziehung der Kontiguität beruht. In diesem Sinne unterscheidet man zwischen der stilistischen Metonymie, die zu einer der Formen des bildlichen Ausdrucks zählt, vgl. ...ships of every flag shall come / By waters they had never swum (A. Pushkin. The Bronze Horseman), der sprachlichen Metonymie, die zur unmittelbaren Entwicklung der Polysemie beiträgt, vgl. das Auditorium1 (ein großer Hörsaal einer Hochschule) – das Auditorium2 (alle Zuhörer in einem Raum), und der Metonymie, bei der es sich um regelmäßige metony -mische Übertragungen handelt, vgl. Die ganze Stadt war auf den Beinen, wo die Gesamtheit der Menschen durch ihren Wohnort bezeichnet wird. Auf Grund ihrer Regelmäßigkeit bilden diese Übertragungen ein System, bei dem man bestimmte Übertragungsmodelle feststellen kann: Autor – Werk (Goethe lesen statt ein Gedicht von Goethe), Übertragungen, die bei räumlicher Kontiguität entstehen (Die letzte Bank hat nicht aufgepasst statt die Schüler der letzten Bank) u.a. Dieser Metonymietyp (von der stilistischen Metonymie wird im vorliegenden Beitrag abgesehen) ist dadurch gekennzeichnet, dass man hier oft über die so genannte konventionelle Metonymie spricht, wobei die Zielbedeutung eher im mentalen Lexikon als im Wörterbuch verankert wird. In diesem Sinne kann z.B. K.-U. Panther/L. Thornburg (2004: 97) kaum Recht gegeben werden, die am Beispiel The Pentagon...

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