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Karl Jaspers und Jean-Paul Sartre im Dialog

Ihre Sicht auf Existenz, Freiheit und Verantwortung

Anton Hügli and Manuela Hackel

Sartre und Jaspers, in welcher Beziehung stehen sie zueinander, was eint sie, was trennt sie? Um Fragen wie diese geht es in diesem Band. Jaspers- und Sartre-Forscher zeigen auf, wo in Bezug auf zentrale Begriffe wie Existenz, Situation, Freiheit und Verantwortung das Verbindende, aber auch das Trennende liegt in der Sicht dieser beiden wohl namhaftesten Vertreter der so genannten Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts. Thematisiert wird auch der Begriff des Verstehens selbst – zunächst anhand des Selbstverständnisses von Sartre und Jaspers, nicht zuletzt aber auch in Bezug auf den zwischen den Autoren geführten Dialog selbst. Wie weit, so immer wieder die grundsätzliche Frage, ist gegenseitiges Verstehen in der Philosophie überhaupt möglich und wo stößt auch der offenste Dialog an seine Grenzen?
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Sartre und Jaspers?

Sartre und Jaspers, in welcher Beziehung stehen sie zueinander, was eint sie, was trennt sie. Um Fragen wie diese geht es in diesem Band. Doch warum gerade jetzt und warum überhaupt? Es gibt vor allem zwei Gründe: einen in der Sache selbst und einen im Forschungsstand liegenden.

Der in der Sache selbst liegende Grund ist der Umstand, dass Sartre und Jaspers, die allein schon auf Grund ihres gemeinsamen Ausgangspunktes, des Existenzbegriffs Kierkegaards, auf das Engste miteinander verwandt zu sein scheinen und von ihren Zeitgenossen oft im selben Atemzug genannt wurden, sich persönlich nie begegnet sind und nie direkt miteinander kommuniziert haben. Es gibt weder einen Briefwechsel, in dem sie sich ausgetauscht hätten, noch irgendeine Form der Debatte. Sie haben sich zwar wechselseitig, wenn auch in unterschiedlichem Maße zur Kenntnis genommen und in ihren Werken gelegentlich aufeinander verwiesen. Doch ihr Urteil über den jeweils anderen war gemacht und blieb in Form ihrer öffentlichen Stellungnahmen weiterhin so stehen. Weder sie selbst noch jene, die sich auf sie beriefen, haben sich genötigt gefühlt, diese Urteile zu revidieren. Dass diese Debatte nie geführt wurde, wirkt bis heute nach. Sie nachzuholen ist der eine Grund.

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