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Das islamische Wirtschaftsrecht

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Abdurrahim Kozali, Ibrahim Salama and Souheil Thabti

Islamische Banken und Versicherungen sind weltweit auf dem Vormarsch und verzeichnen zweistellige Wachstumsraten. Auch hierzulande erfreut sich das sog. Islamic Finance & Banking großer Nachfrage. Im Frühjahr 2015 wurde in Deutschland der ersten islamischen Bank die Lizenz erteilt. Produkte und Dienstleistungen dieser Banken basieren auf dem islamischen Wirtschaftsrecht (fiqh al-mu'amalat al-maliyya), welches die Autoren in diesem Band näher beleuchten. Neben der Frage nach der Umsetzbarkeit der Produkte und Dienstleistungen, die maßgeblich von der Konformität mit der hiesigen Rechtsordnung – insbesondere im Hinblick auf aufsichts-, zivil- und steuerrechtlichen Anforderungen – abhängt, behandeln sie grundsätzliche Fragen nach der Vereinbarkeit jener Institute mit dem herrschenden Wirtschaftssystem.
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Takāful zwischen juristischem Konstrukt und Versicherungstechnik – Bericht und Forschungsplan

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Ludwig Stiftl

Zusammenfassung

Der vorliegende Artikel, der Titel deutet es an, verbindet zwei Disziplinen: Orientalistik und Versicherungswirtschaft. Und, wie aus dem Untertitel ersichtlich, liefert er Fragen, einen Forschungsplan. Methodisch setzt er auf eine versicherungstechnische Diskussion der aus dem fiqh gewonnenen Modelle; aber die erste Fragestellung ist eine historische: Die in den sechziger und siebziger Jahren entwickelte Mehrheitsmeinung der Rechtsgelehrten zu Versicherung, wie sie gegenwärtig in über 200 Gesellschaften umgesetzt wird, wird zunächst aus den gerade verfügbaren Quellen analysiert. Und es zeigt sich, dass es unter Umständen auch in der Mehrheitsmeinung frühe Einschränkungen und Bedingungen und gab, die anscheinend im Zuge der Umsetzung in Vergessenheit geraten bzw. nie dokumentiert worden sind. Diesen Bedingungen nachzuspüren, auch durch Interviews der teilweise schon hochbetagten Protagonisten, ist das erste so identifizierte Forschungsziel.

Solche Bedingungen zu kennen, hat praktische Relevanz, denn die bisherige Umsetzung ist keine reine Erfolgsgeschichte, nicht zuletzt wegen Inkonsistenzen im Modell und technischen Missverständnissen. Der Artikel spürt den Intentionen hinter den Vorgaben der Sharia nach und findet Ansätze in den Quellen, die es möglich erscheinen lassen, dass konventionelle Versicherung auch nach Ansicht der Rechtsgelehrten nicht grundsätzlich verwerflich ist, sondern nur in der um 1970 vorgefundenen oder wahrgenommenen Form.

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