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Ungarndeutsche Literatur

Neue Perspektiven?

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Erika Regner

Die sogenannte ungarndeutsche Literatur ist ein schwer zu handhabendes Phänomen, da ihre Bedeutung – wie oft bei deutschsprachiger Literatur außerhalb des deutschen Sprachraums – weit über ihre rein literarische hinausgeht. Der Band wirft einen zeitgenössischen Blick auf diese Literatur und zeigt so die Ursachen und Gefahren der Diskrepanz auf. Die jüngste Generation ungarndeutscher Schriftsteller, die seit 2000 publiziert und bisher kaum literaturwissenschaftliche Beachtung fand, bildet den Ausgangspunkt: Ihr Schaffen wird gemeinsam mit dem ungarndeutschen Literaturbetrieb analysiert und theoretisch kontextualisiert. Dies gibt Aufschluss über die besondere Situation der deutschsprachigen Minderheit in Ungarn hinsichtlich Sprachgebrauch, Schulbildung und Identitätskonstruktion.
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9. Ungarndeutsche literarische Publikationen nach 2000

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9. Ungarndeutsche literarische Publikationen nach 2000

Im eigenen Verlag des Verbands Ungarndeutscher Autoren und Künstler erschienen seit 2000 insgesamt sieben Bände, darunter Gedichtbände von Engelbert Rittinger (2001), Josef Michaelis (2004), Koloman Brenner (2007) und Erika Áts (2010), Valeria Kochs 1999 erschienener Band „Stiefkind der Sprache“ erlebte eine zweite Auflage (2008) und Johann Schuth gab den Sammelband „Literatur Literaturvermittlung Identität“ heraus (2004). Für die jüngste Generation der ungarndeutschen Schriftsteller gab es innerhalb der so genannten VUdAK-Reihe nur eine Möglichkeit zu veröffentlichen: In der 2005 erschienenen Anthologie „Erkenntnisse 2000. Ungarndeutsche Anthologie“ sind 22 Autoren mit insgesamt 117 Texten vertreten, wobei der Großteil der Texte der Gattung der Lyrik zuzurechnen ist. Der überwiegende Teil der Gedichte und Erzählungen entstand in der Zeit zwischen 1990 und 2004.

Der Band enthält Werke von Erika Áts (geb. 1934) – bei denen es sich zum Teil um politisch-engagierte Lyrik handelt, so widmet sich die Dichterin beispielsweise in „Palmsonntag im Kosovo“ der Kosovo-Krise, das Gedicht „Feldbericht“ ist von der Landminenkonferenz in Ottawa 1997 inspiriert –, Béla Bayer (geb. 1951), Robert Becker (geb. 1970) – der mit seinem Beitrag „Volk.Erinnerung“ auch in der 2009 erschienenen Anthologie „Seitensprünge“ vertreten ist – und Nelu Bradean-Ebinger (geb. 1952), Koloman Brenner (geb. 1968) – hier wird sein programmatisches Gedicht „Ungarndeutsch“ abermals abgedruckt – sowie Ludwig Fischer (geb. 1929), Robert Hecker (geb. 1963), Alfred Manz (geb. 1960), Josef Michaelis (geb. 1955), Josef Mikonya (geb. 1928), Stefan Raile (geb. 1937) und Franz Sziebert (geb....

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