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Die Grafen von der Schulenburg auf Lieberose und ihr Archiv

(Rep. 37 Herrschaft Lieberose)

Series:

Udo Gentzen, Kathrin Schaper and Susanne Wittern

Über 400 Jahre, von 1519 bis 1945, war die Familie von der Schulenburg auf Lieberose, einer der bedeutsamsten Standesherrschaften der Niederlausitz, ansässig. Aufgrund ihrer bevorzugten Stellung nahm sie maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung dieses Markgraftums.
Ihre schriftliche Hinterlassenschaft in dem im Brandenburgischen Landeshauptarchiv verwahrten Bestand Rep. 37 Herrschaft Lieberose ist Gegenstand dieser Publikation. Dieses Findbuch vereint die Verzeichnung der drei Archivaliengattungen Urkunden, Akten und Karten und erläutert diese durch detaillierte Bestandsanalysen. Die Akten und Karten dokumentieren die spezifischen Funktions- und Aufgabenbereiche einer patrimonialen Herrschaft. Der Urkundenbestand wird in sehr ausführlichen Vollregesten dargeboten.
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Der Urkundenbestand in Regesten

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gegeben […] nach Crist gebor[t] firczenhundert jar unde in deme helften jar an der heyligen synte Doretheen tage

Otto von Kittlitz (Kittelicz) und seine Söhne Heinrich und Hans (Henrich unde her Hannus) bekennen, dass sie das Schloss und die Stadt Lieberose (Lubraze) mit den dazugehörigen Dörfern und allen Rechten und Zubehör an Caspar und Zenko (Czenke), Brüder von Dohna (Donyn), und die Söhne Caspars von Dohna, Caspar und Heinrich, für 1.708 Schock böhmischer Münze (bemischer muncze pregischer zal, da eyn ichklicher berdirman den andir mete beczalen macht) verkauft haben. Der Kaufpreis ist bereits bezahlt. Die Käufer sollen von den 1.708 Schock den Zehnt (czen), die dobirbuse und die verischmolea lösen.

Die Verkäufer behalten sich ein Wiederkaufsrecht vor: Der Wiederkauf soll jeweils zu Martini [November 11] und zu Walpurgis [Mai 1] erfolgen können, eine Ankündigung muss dann jeweils ein halbes Jahr vorher zu Walpurgis oder Martini erfolgen. Der Kaufpreis ist bar (mit gereytem gelde) in einer Summe zu bezahlen, und von den Zinsen ist den Käufern so viel abzutreten, als ihnen nach der Zahl der Jahre gebührt. Wenn die Käufer die Güter verkaufen wollen, ohne dass die Verkäufer von ihrem Wiederkaufsrecht Gebrauch machen, so soll in den Kaufvertrag mit dem neuen Käufer ihr Wiederkaufsrecht, wie oben festgelegt, aufgenommen werden.

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