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Die Grafen von der Schulenburg auf Lieberose und ihr Archiv

(Rep. 37 Herrschaft Lieberose)

Series:

Udo Gentzen, Kathrin Schaper and Susanne Wittern

Über 400 Jahre, von 1519 bis 1945, war die Familie von der Schulenburg auf Lieberose, einer der bedeutsamsten Standesherrschaften der Niederlausitz, ansässig. Aufgrund ihrer bevorzugten Stellung nahm sie maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung dieses Markgraftums.
Ihre schriftliche Hinterlassenschaft in dem im Brandenburgischen Landeshauptarchiv verwahrten Bestand Rep. 37 Herrschaft Lieberose ist Gegenstand dieser Publikation. Dieses Findbuch vereint die Verzeichnung der drei Archivaliengattungen Urkunden, Akten und Karten und erläutert diese durch detaillierte Bestandsanalysen. Die Akten und Karten dokumentieren die spezifischen Funktions- und Aufgabenbereiche einer patrimonialen Herrschaft. Der Urkundenbestand wird in sehr ausführlichen Vollregesten dargeboten.
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I. Akten

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Bestandsgeschichte und archivische Bearbeitung des Aktenbestandes

Nachweislich sind seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Herrschaft Lieberose Aktenverzeichnisse bzw. Aktenteilverzeichnisse angelegt wurden. Eine Reihe von ihnen wurde bei Besitzwechsel angefertigt, so beispielsweise 1781 bei der Einigung der Familie von Podewils mit den Lehnsnachfolgern der Familie von der Schulenburg. Um 1857 wurde ein umfassendes Repertorium über die im Archiv und den Verwaltungsämtern befindlichen Akten und Dokumente von Ende des 18. Jahrhunderts an erstellt.21 Ein aktuelleres Aktenverzeichnis existiert nicht.22 Laut Bericht der Archivberatungsstelle der Provinz Brandenburg aus den 1930er Jahren wurde eine Einschätzung der Archivverhältnisse in Lieberose vorgenommen. Danach waren die Urkunden und Akten, von denen nur vereinzelte aus dem 16. Jahrhundert stammten, in einem besonderen Archivraum des Schlosses Lieberose „zufriedenstellend“ untergebracht. Der Ordnungs- und Verzeichnungszustand wurde als gut eingeschätzt. Der Umfang der Akten betrug zu diesem Zeitpunkt 500 - 800 Stück, dabei handelte es sich unter anderem um Akten der Gutsherrschaft vor 1815, Patrimonialgerichtsakten sowie Kirchenpatronatsakten.23

1946 wurde in der Zeit vom 23. Oktober bis 14. November eine Sicherstellung der in Lieberose an verschiedenen Stellen zerstreut befindlichen Unterlagen vorgenommen24 und mit dem Aktenrepertorium, welches um 1857 angelegt worden war, verglichen. Dabei wurde festgestellt, dass nur noch ein Teil der Unterlagen vorhanden war. Die mit der Revision beauftragten Personen erstellten ein Aktenverzeichnis der noch vorhandenen Akten, dabei wurden aus nicht nachvollziehbaren Gründen bestimmte Aktengruppen wie z. B Bausachen, Beamten-, Ärzte-, Hebammen- und Pensionsangelegenheiten wie auch Administrationssachen, Subhastationen,...

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