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Die Grafen von der Schulenburg auf Lieberose und ihr Archiv

(Rep. 37 Herrschaft Lieberose)

Series:

Udo Gentzen, Kathrin Schaper and Susanne Wittern

Über 400 Jahre, von 1519 bis 1945, war die Familie von der Schulenburg auf Lieberose, einer der bedeutsamsten Standesherrschaften der Niederlausitz, ansässig. Aufgrund ihrer bevorzugten Stellung nahm sie maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung dieses Markgraftums.
Ihre schriftliche Hinterlassenschaft in dem im Brandenburgischen Landeshauptarchiv verwahrten Bestand Rep. 37 Herrschaft Lieberose ist Gegenstand dieser Publikation. Dieses Findbuch vereint die Verzeichnung der drei Archivaliengattungen Urkunden, Akten und Karten und erläutert diese durch detaillierte Bestandsanalysen. Die Akten und Karten dokumentieren die spezifischen Funktions- und Aufgabenbereiche einer patrimonialen Herrschaft. Der Urkundenbestand wird in sehr ausführlichen Vollregesten dargeboten.
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III. Urkunden

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Bestandsanalyse

Der Urkundenbestand Rep. 37 Lieberose umfasst 55 Stücke aus dem Zeitraum 1411 - 1843.128 Der größte Teil der überlieferten Urkunden stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert; aus dem 15. sind zwei, aus dem 16. fünf und aus dem 19. drei Ausfertigungen erhalten. Drei einzeln überlieferte Schriftstücke aus dem 17. Jahrhundert sind wohl von R. Lehmann bei der Bildung des Urkundenbestandes in diesen aufgenommen worden.129 Sie wurden bei den 55 Stücken mitgezählt.

Die folgende Bestandsanalyse will einen Überblick über die beurkundeten Rechtshandlungen geben. Die meisten hier vorliegenden Beurkundungen sind Zeugnisse des Lehnswesens und unterliegen dem Lehnrecht. Daher ist zunächst dieses historische Rechtsgefüge kurz vorzustellen, das im heutigen Rechtsleben so gut wie keine Rolle mehr spielt. Dann sollen die in den Urkunden vorkommenden lehnsrechtlichen Materien näher erläutert werden. Dabei werde ich auch auf die behördliche Ausstellungspraxis eingehen und auf einige quellenkundliche Gesichtspunkte, die bei der Auswertung besondere Beachtung verdienen. Schließlich sollen auch die nicht dem Lehnrecht unterliegenden Beurkundungen vorgestellt werden, die in diesem Bestand dokumentiert sind.

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