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Finnische Germanistentagung 2012

Einblicke und Aussichten

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Edited By Irma Hyvärinen, Ulrike Richter-Vapaatalo and Jouni Rostila

Die Finnische Germanistentagung 2012 brachte rund 70 FachkollegInnen aus dem ganzen Land nach Helsinki. Im Dialog mit renommierten WissenschaftlerInnen aus dem Ausland thematisierten sie Aktuelles in Forschung und Lehre. Dieser Band enthält die Plenarvorträge und ausgewählte, in einem Referee-Verfahren begutachtete Sektionsbeiträge in vier Blöcken: «Einblicke in die Lage des Deutschen in Finnland», «Deutsch im Gebrauch», «Deutsch im Unterricht» und «Literatur als Kulturgut». Die rege Beteiligung und die Bandbreite der Tagung beweisen, dass es nicht schlecht bestellt ist um die finnische Germanistik, dass es jedoch gemeinsamer Bemühungen bedarf, um die akademische Existenz und den traditionell hohen Standard des Fachbereichs auch weiterhin zu sichern.
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Korrekturverhalten in Tandemgesprächen Selbst- und fremdinitiierte Fremdkorrekturen: Sabine Grasz

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In diesem Beitrag wird das Korrekturverhalten der Teilnehmer in drei Gruppentandemgesprächen untersucht. Tandem ist ein „conversation-for-learning“-Format (Kasper 2004, 551), bei dem normalerweise zwei, manchmal aber auch mehrere Personen die jeweils andere Muttersprache voneinander und miteinander lernen wollen. Tandem gibt die Möglichkeit, die Zielsprache intensiv zu lernen und vor allem mündliche Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln. Dabei ist die Zielsprache sowohl Kommunikationsmedium als auch Kommunikationsgegenstand. (Brammerts 2001a, 11)

Wie Hänni u. a. (1994, 113) feststellen, bewegen sich Tandembegegnungen im Spannungsfeld zwischen pädagogischer und nicht-pädagogischer Kommunikation, was sich darin äußert, dass die Gespräche Interaktionsmerkmale sowohl „natürlicher“ Gespräche als auch institutioneller Unterrichtsgespräche zeigen. Die Rollen der Tandemteilnehmer werden in der Literatur unterschiedlich beschrieben. So sprechen Hänni u. a. (ebd.) davon, dass die Gesprächspartner die Doppelfunktion Lehrer/Schüler mit wechselnder Rollenverteilung übernehmen. Dieser Annahme wird von Brammerts (2001a, 12) widersprochen, der die Gleichberechtigung zwischen den Tandempartnern im Gegensatz zum hierarchischen Lehrer-Schüler-Verhältnis hervorhebt.

Tandempartner leisten während ihrer Interaktion komplexe Gesprächsarbeit. Neben der Bewältigung vielfältiger Aufgaben bei der Gesprächsorganisation müssen sie ständig ihre sprachlichen Realisierungen auf den Ebenen der Grammatik, der Lexik, der Sprechakte und der Situationsadäquatheit überprüfen. (Hänni u. a. 1994, 114) Während der Gespräche treten häufig Schwierigkeiten unterschiedlichster Art auf: Es gibt lexikalische Lücken, Ausspracheprobleme, Unsicherheiten bei den grammatischen Formen oder Verständnisschwierigkeiten, die prinzipiell „repariert“ werden können. In der...

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