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Finnische Germanistentagung 2012

Einblicke und Aussichten

Series:

Irma Hyvärinen, Ulrike Richter-Vapaatalo and Jouni Rostila

Die Finnische Germanistentagung 2012 brachte rund 70 FachkollegInnen aus dem ganzen Land nach Helsinki. Im Dialog mit renommierten WissenschaftlerInnen aus dem Ausland thematisierten sie Aktuelles in Forschung und Lehre. Dieser Band enthält die Plenarvorträge und ausgewählte, in einem Referee-Verfahren begutachtete Sektionsbeiträge in vier Blöcken: «Einblicke in die Lage des Deutschen in Finnland», «Deutsch im Gebrauch», «Deutsch im Unterricht» und «Literatur als Kulturgut». Die rege Beteiligung und die Bandbreite der Tagung beweisen, dass es nicht schlecht bestellt ist um die finnische Germanistik, dass es jedoch gemeinsamer Bemühungen bedarf, um die akademische Existenz und den traditionell hohen Standard des Fachbereichs auch weiterhin zu sichern.
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Vom Übersetzen im Fremdsprachenlernen Kommentare aus einem finnischen DaF-Blickwinkel: Mikko Kervinen

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Es scheint angebracht, in diesem Band mit den Beiträgen der Helsinkier Germanistentagung im Oktober 2012 auch kurz darüber nachzudenken, wodurch eine germanistische Tagung in Finnland im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts noch möglich ist. Germanistische Linguistik wird beispielsweise von Busch und Stenschke (2008, 6) als eine Disziplin definiert, die in „erster Linie die deutsche Sprache als Einzelphilologie“ untersucht. Welchen praktischen Bezug zu Finnland kann denn die Erforschung des Deutschen als Einzelsprache haben? Angesichts der heutigen Stellung des Deutschen als Wissenschaftssprache dürfte solch eine Germanistentagung eine der wenigen wissenschaftlichen Veranstaltungen sein, die in Finnland noch auf Deutsch organisiert werden.1 Darüber hinaus ist man auch innerhalb des deutschen Sprachraums allmählich zu der Einsicht gekommen, dass die Landessprache nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern sogar in den Geisteswissenschaften an Bedeutung verliert, vor allem was wissenschaftliche Veröffentlichungen angeht (Vitzthum 2013).

Trotz des Rückgangs des Deutschen als Wissenschaftssprache ist es natürlich so, dass über die Erforschung der deutschen Sprache immer noch auf Deutsch berichtet wird – auch in der finnischen germanistischen Forschung. Wenn über eine wissenschaftliche (bzw. praktische) Rechtfertigung für die Germanistik in Finnland nachgedacht wird, kann behauptet werden, dass auch Forschungsergebnisse aus einem kleinen Land im besten Fall zum internationalen wissenschaftlichen Forschungsstand beitragen können. Daher ergibt die Verwendung des Deutschen in den auslandsgermanistischen Beiträgen mehr Sinn als die Bevorzugung einer zusätzlichen lingua franca.2 So ist es auch wahrscheinlicher, dass der jeweilige Beitrag von anderen Germanisten gelesen und eventuell genutzt wird....

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