Show Less
Restricted access

Kollokationen im Zivilrecht Polens in den Jahren 1918–1945 mit besonderer Berücksichtigung der deutschsprachigen Zivilgesetzbücher

Eine kontrastive Studie

Series:

Felicja Ksiezyk

Die Autorin befasst sich mit den rechtssprachlichen Kollokationen in Zivilgesetzbüchern, welche in Polen nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit in Geltung blieben, bevor sie einem einheitlichen polnischen Recht den Platz räumten. Die entsprechenden Gesetzestexte werden von ihr in einem sprachkontrastiven Ansatz analysiert, samt ihren Übertragungen ins Polnische. Welches der großen Gesetzeswerke ist am prägendsten für die polnische Rechtssprache gewesen? Inwiefern stimmen die analysierten Übersetzungen mit der heutigen polnischen Sprache überein? Die Analyse verdeutlicht, dass Übertragungen der deutschsprachigen Texte in einem wesentlich höheren Grad mit der polnischen Gegenwartssprache konform sind als das französisch-polnische Recht.
Show Summary Details
Restricted access

1. Einleitung

Extract

← 12 | 13 → 1. Einleitung

The consequence of the lack of a coherent research activity in the field seems to be, on the one hand, that only certain aspects of LSP are covered, the terminological perspective being the dominant one, and on the other hand, that LSP phraseology is treated as a special case, as an exception from the rule, belonging at best, to the periphery of the discipline of phraseology. (Kjær 2007: 506)

Die vorliegende Arbeit platziert sich im Rahmen der Kollokationsforschung, sie widmet sich also einem Gegenstand, der lange Zeit zur Peripherie des Forschungsinteresses von Phraseologen gerechnet wurde (vgl. Burger 2004: 38):

Kollokationen [wurden] – zumindest im deutschsprachigen Raum – lange Zeit als trivial und damit als linguistisch nicht beschreibungswürdig […] angesehen […]. Unter dem Einfluss der Korpuslinguistik und neuer Theorien zur Fixiertheit der Sprache […] hat sich diese Wahrnehmung jedoch verändert. (Steyer 2013: 32)

Nach aktuellen Auffassungen bildet „die Suche nach Mehrwortverbindungen in einer Sprache und deren Ermittlung ‚eine zentrale Frage der Linguistik‘, ‚einen vordringlichen Untersuchungsgegenstand‘, ‚die eigentliche, allen anderen Aufgaben vorausgehende, Aufgabe der Sprachwissenschaft‘, [sie ist] ‚praktisch ihre Hauptaufgabe‘ […] bei dieser Aufspürung berühren wir das Wesen der Sprache“ (Chlebda 2010: 9; übers. v. F.K.).

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.