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Kollokationen im Zivilrecht Polens in den Jahren 1918–1945 mit besonderer Berücksichtigung der deutschsprachigen Zivilgesetzbücher

Eine kontrastive Studie

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Felicja Ksiezyk

Die Autorin befasst sich mit den rechtssprachlichen Kollokationen in Zivilgesetzbüchern, welche in Polen nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit in Geltung blieben, bevor sie einem einheitlichen polnischen Recht den Platz räumten. Die entsprechenden Gesetzestexte werden von ihr in einem sprachkontrastiven Ansatz analysiert, samt ihren Übertragungen ins Polnische. Welches der großen Gesetzeswerke ist am prägendsten für die polnische Rechtssprache gewesen? Inwiefern stimmen die analysierten Übersetzungen mit der heutigen polnischen Sprache überein? Die Analyse verdeutlicht, dass Übertragungen der deutschsprachigen Texte in einem wesentlich höheren Grad mit der polnischen Gegenwartssprache konform sind als das französisch-polnische Recht.
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2. Theoretische Grundlagen

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2.1. Richtungsweisende Ansätze in der Kollokationsforschung

In der Phraseologie ist bei Methoden, im Gebiet der Theoriebildung, bei der Analyse von Texten ein Kenntnisstand erreicht worden, hinter den nicht durch mangelnde Recherchen zurückgefallen werden darf. Wenn wir heute auf den bestehenden Forschungsstand aufbauen und darüber hinauskommen wollen, so müssen wir einerseits über zufällig gefundene Sprachmaterialien hinausgehen und größere Korpora systematisch analysieren. Andererseits kann auch die allgemeine Theorie der Phraseologie in ihren Facetten nicht einfach als gegeben vorausgesetzt werden, sondern es müssen die verschiedenen theoretischen Schulen stärker aufeinander bezogen und ihre Ergebnisse weiterführend überprüft, zusammengeführt und in Frage gestellt werden. (Häcki Buhofer 2006: III-IV)

Da eine eigenständige fachsprachliche Kollokationstheorie bislang nicht vorliegt und um dem obigen, zum Motto gewählten Postulat von Häcki Buhofer Rechnung zu tragen, wird im Folgenden näher auf gemeinsprachlich orientierte Kollokationstheorien eingegangen, welche im Anschluss auf fachsprachenbezogene Untersuchungen übertragen werden (vgl. Cedillo 2004: 70). Der im Folgenden gebotene Forschungsüberblick über verschiedene Ansätze in der Kollokationsforschung erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit; vielmehr werden einige wenige Ansätze herausgegriffen, die für die vorliegende Untersuchung Relevanz beanspruchen könnten.

2.1.1. Verwandte Konzepte

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