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Kollokationen im Zivilrecht Polens in den Jahren 1918–1945 mit besonderer Berücksichtigung der deutschsprachigen Zivilgesetzbücher

Eine kontrastive Studie

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Felicja Ksiezyk

Die Autorin befasst sich mit den rechtssprachlichen Kollokationen in Zivilgesetzbüchern, welche in Polen nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit in Geltung blieben, bevor sie einem einheitlichen polnischen Recht den Platz räumten. Die entsprechenden Gesetzestexte werden von ihr in einem sprachkontrastiven Ansatz analysiert, samt ihren Übertragungen ins Polnische. Welches der großen Gesetzeswerke ist am prägendsten für die polnische Rechtssprache gewesen? Inwiefern stimmen die analysierten Übersetzungen mit der heutigen polnischen Sprache überein? Die Analyse verdeutlicht, dass Übertragungen der deutschsprachigen Texte in einem wesentlich höheren Grad mit der polnischen Gegenwartssprache konform sind als das französisch-polnische Recht.
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10. Fazit und Ausblick

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← 358 | 359 → 10. Fazit und Ausblick

Jedes Volk hat seine Rechtssprache. Jede Rechtssprache hat ihre charakteristische Eigenart, ihre besondere Geschichte und verdient wissenschaftliche Erforschung. (Künssberg 1930: 380)

10.1. Fazit

Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens setzte sich zur Lösung der problematischen Rechtslage ein Konzept durch, welches voraussah, die geerbten Rechtsordnungen vorerst in Geltung zu lassen, um sie dann durch ein modernes einheitliches polnisches Recht zu ersetzen. Obwohl es sich bei den polnischen Kodifizierungen um keine einfache Kompilation und keine Direktübernahmen, sondern um originelle polnische Gesetzeswerke handelt, die jedoch ausländische Vorbilder berücksichtigten und sich daran anlehnten, war die vorliegende Arbeit von der Annahme geleitet, dass die jahrzehntelange Geltung unterschiedlicher Zivilgesetzbücher in Teilen des heutigen Staatsterritoriums Polens, sowie die Nutzung polnischer Ausgaben dieser angestammten Gesetzestexte nicht einflusslos auf die polnische Rechtssprache blieb. Zentrale Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war es somit, zu untersuchen, welches der großen Gesetzeswerke, die in der Zweiten Polnischen Republik in Kraft waren, am prägendsten für die polnische Rechtssprache gewesen ist, was vermittels der Fragestellung geprüft werden sollte, inwiefern die analysierten polnischen Texte mit der heutigen polnischen Sprache übereinstimmen. Im Zentrum des Interesses standen dabei Kollokationen, bei deren Übertragung man sich nach Pieńkos (1999: 40f.) eines breiteren Sprachmaterials bedienen könne.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt rekapitulieren:

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