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Lärmschutz und Innenentwicklung

Ist der Lärmschutz notwendiges Korrektiv oder störendes Hemmnis für die Innenentwicklung?

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Benjamin Heyn

Die Innenentwicklung und der Lärmschutz sind zentrale Zielsetzung der räumlichen Entwicklung. Sie stehen jedoch in einem gewissen Spannungsverhältnis zueinander: Im Rahmen der Innenentwicklung soll die kleinräumige Nutzungsmischung gefördert werden. Der Grundgedanke des Lärmschutzes ist hingegen die räumliche Trennung von einander störenden Nutzungen. Der Autor hat dieses Spannungsfeld in Bezug auf die Vorhabenzulassung und die Bauleitplanung analysiert. Der Fokus lag auf stadtplanerischen und baurechtlichen Aspekten, wobei der Autor die jüngere Rechtsprechung deutscher Verwaltungsgerichte im Besonderen untersuchte. Im Zentrum stand die Frage: Ist der Lärmschutz notwendiges Korrektiv oder störendes Hemmnis für die Innenentwicklung?
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C. Lärm als schädliche Umwelteinwirkung

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Die Umwelt – als Gesamtheit der belebten und unbelebten Umgebung – wird von unzähligen Einwirkungen beeinträchtigt.88 Lärm zählt dabei unzweifelhaft zu den vom Menschen am stärksten empfundenen Beeinträchtigungen: Laut einer Umfrage des UBA fühlen sich fast 90 % der Befragten einer Lärmbelästigung ausgesetzt89.

Bevor im Folgenden die Lärmsituation in deutschen Städten und die Möglichkeiten des Lärm- bzw. Schallschutzes überblicksartig dargestellt werden, erfolgt zunächst eine kurze Erläuterung der physikalischen Grundlagen der Akustik.

Aus physikalischer Sicht nimmt der Mensch grundsätzlich nur Geräusch war. Dabei handelt es sich um Schallwellen, die durch Schwingungen verursacht werden. Der Entstehungsort des Schalls wird dabei als Emissionsort, der Ort des Einwirkens als Immissionsort bezeichnet. Die Übertragung erfolgt in der Regel über die Luft (sog. Luftschall). Die dabei in Schwingung gebrachten Luftteilchen verursachen Schwankungen der Luftdichte, die sich als Schalldruck messen lassen. Mit Bezug auf das akustische Wahrnehmungsvermögen des Menschen wird der Schalldruck als logarithmisches Maß in Form des Schalldruckpegels in der Maßeinheit Dezibel (dB) angegeben: Die dB-Skala reicht von 0 dB (Hörschwelle) bis 140 dB (Schmerzbereich, siehe Abbildung 4).90

← 25 | 26 → Abbildung 4: Schalldruckpegel verschiedener Schallquellen und -wirkungen in dB



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