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Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation - Materiality and Mediality of Linguistic Communication

Akten des 47. Linguistischen Kolloquiums in Olsztyn 2012 - Proceedings of the 47 th Linguistics Colloquium in Olsztyn 2012

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Edited By Ewa Zebrowska, Mariola Jaworska and Dirk Steinhoff

Dieser Band versammelt Beiträge des 47. Linguistischen Kolloquiums an der Universität Olsztyn (Polen) zum Thema Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation. In den beiden letzten Jahrzehnten haben die Medien in allen Lebensbereichen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Wahl des Rahmenthemas trägt dem Rechnung und macht zugleich deutlich, dass sich auch die sprachwissenschaftliche Forschung zunehmend für Formen und Inhalte medialer Kommunikation interessiert, indem sie sprachliche Äußerungen in ihrem kommunikativen, funktionalen und kulturellen Kontext zum Gegenstand der Untersuchung macht.
This volume encompasses contributions of the 47 th Linguistics Colloquium at the University of Olsztyn (Poland) concerning the Materiality and Mediality of Linguistic Communication. In the last two decades, linguists have expressed a growing interest in the increasing presence of the media in all areas of life. Against this background, linguistic utterances in their communicative, functional, medial and cultural context have become subjects of research.
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(Er)Klärungsversuche zum Problem Äußerung und Aussage im Diskurs auf der Basis von Michel Foucault

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Manfred Uesseler (Berlin)

Äußerungen und Aussagen spielen im Diskurs eine zentrale Rolle, sodass ich heute einige (Er)Klärungsversuche, ausgehend von sprachwissenschaftlichen Aspekten, doch auch darüber hinaus, im Sinne von Foucault, darlegen werde. Ausgangspunkt ist der Diskurs mit seiner Fülle von Äußerungen zu den unterschiedlichsten Themen, die uns berechtigen, von einem Pluralismus von Äußerungen zu sprechen, denn in allen Bereichen des Alltagsgeschehens und in den Wissenschaften wird eine Vielzahl von Äußerungen „produziert“, wie man sagen kann.

Form und Inhalt von Äußerungen erfordern eine Analyse – die so genannte Diskursanalyse - die beantworten soll, was zu einem bestimmten Zeitpunkt von wem wie sagbar ist. Das schließt auch die zeitliche Dimension ein und die Frage, was nicht sagbar ist. Bei der Diskursanalyse nach Foucault geht es um den Nachweis, wie zu einem bestimmten Zeitpunkt von bestimmten Subjekten aufgrund welcher Prämissen die Wahrheit (jedoch immer in einer bestimmten Form) gesagt werden kann (vgl. dazu ausführlich Kögler 1994: 42ff.). Es darf nicht vergessen werden, dass Machtwirkungen für das Sagbare genauso wie für das Nicht-Sagbare immer von Bedeutung sind.

Die Aussagen, die sich aus dem Sagbaren und dem Nicht-Sagbaren, also aus den Äußerungen ergeben, müssen praktisch aus der Fülle der Äußerungen sozusagen herausgefiltert werden. Bei Aussagen geht es nicht nur um etwas „Dahingesagtes“ („Geäußertes“), sondern es geht um Substantielles. Hinter den Aussagen (in welcher Form auch immer), bzw. mit den Aussagen...

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