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Zum Ausdruck von Intentionen in deutschen und polnischen Geschäftsbriefen aus kontrastiver Sicht

Eine textlinguistische Untersuchung

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Iwona Szwed

Wirtschaftlicher Erfolg hängt nicht zuletzt von der Fähigkeit ab, den Geschäftspartner zu überzeugen und zu einer erwünschten Handlung zu animieren. Die Autorin analysiert deutsche und polnische Geschäftsbriefe im Hinblick auf den Ausdruck von Intentionen der Verfasser. Eine breite Palette unterschiedlicher Originalbriefe wird textsortenlinguistisch beschrieben und mit Methoden der Illokutionsstrukturanalyse empirisch vergleichend untersucht. Die Ergebnisse werden im Lichte aktueller textanalytischer Ansätze diskutiert. Zudem werden sprachliche Mechanismen des Argumentierens und Motivierens des Partners in der polnischen und deutschen Geschäftspraxis aufgezeigt und miteinander kontrastiert. Daraus ergeben sich relevante Einsichten für die interkulturelle Unternehmenskommunikation.
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Einleitende Bemerkungen

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„Wie kann man denken, was nicht der Fall ist?

Denn, wenn es nicht der Fall ist, dann existiert es nicht,

und was nicht existiert, ist nichts.

Aber nichts zu denken heißt, überhaupt nicht(s) zu denken“(Platon)

Wie das Eingangszitat zeigt, brachte bereits Platon das Rätsel der Intentionalität zugespitzt auf den Punkt.1 Gleichwohl bleibt der griechische Philosoph an dieser Stelle den zweiten – nicht weniger relevanten – Schritt der Frage schuldig. Denn wenn man schon etwas denkt, was nicht existiert, schließt sich notwendigerweise auch die Frage an, auf welche Weise und mit welchen Mitteln man dieses Gedachte anderen Menschen mitteilen kann. Doch zweckfreies Mitteilen ist im Kontext menschlichen Miteinanders nicht die dominante Form der Kommunikation. Die eigentliche Kernfrage, die Menschen in der täglichen Kommunikation umtreibt ist um ein Vielfaches herausfordernder: Wie kann man seinen Mitmenschen davon überzeugen, dass das, was man denkt und das nicht existiert, gleichwohl richtig ist und Chancen hat, Realität zu werden, und wie kann man den Mitmenschen davon überzeugen, an der Realisierung des bisher nur Gedachten mitzuwirken?

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