Show Less
Restricted access

«Wenn jemand eine Reise tut …»

Die kontrastive Textologie am Beispiel der österreichischen und polnischen Tourismuswerbung

Series:

Marta Smykała

Dieses Buch zielt darauf ab, die Textsorte Reiseprospekt kontrastiv (Polnisch–Deutsch) und möglichst ganzheitlich zu untersuchen. Der Untersuchung liegen repräsentative Prospekte der polnischen und österreichischen Tourismusorganisationen zugrunde, welche vor dem Hintergrund der kulturellen und wirtschaftspolitischen Bedingungen in beiden Ländern analysiert werden. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der funktionalen Analyse der Prospekte, deren Grundlage das Vier-Funktionen-Modell von C. Nord darstellt. Die ermittelten Unterschiede in Bezug auf die Textsortenkonventionen und Persuasionsmechanismen leisten einen theoretischen Beitrag zur Beschreibung der untersuchten Textsorte. Sie sind zugleich für Übersetzer von Reiseprospekten für die beiden touristischen Märkte von Relevanz.
Show Summary Details
Restricted access

3. Methodologie der Analyse

Extract

← 46 | 47 →3.Methodologie der Analyse

Die hier im Einzelnen dargestellten Ergebnisse der Hauptanalyse, die 2006 ­abgeschlossen wurde, stützen sich selbstverständlich v.a. auf den damals aktuellen Forschungsstand der kontrastiven Textologie als auch der Textsortenlinguistik. Diese Arbeit versteht sich allerdings nicht als kritische Bestandsaufnahme der bisherigen Errungenschaften der genannten Forschungsstränge und als theoretische Auseinandersetzung mit den in der einschlägigen Literatur meistens vieldiskutierten Begriffen, Konzepten, Modellen und Ansätzen, sondern vielmehr als ein eindeutig auf die Analyse abzielendes Werk. So wurde auf eine ausführlichere Schilderung der Entwicklung der genannten Ansätze verzichtet, denn in der Fachliteratur mangelt es nicht an derartigen Ausführungen. Unterlassen wurden auch tiefgreifende theoretische Diskussionen um damit im Zusammenhang stehende Begriffe wie Textsorte, Textmuster, Texttypologie, Persuasion und andere Termini. Der interdisziplinäre Zugang, dem im Rahmen dieses Forschungsvorhabens ganz eindeutig Vorrang gegeben wurde, zwang quasi zum Zurückgreifen auf eine breite theoretische Basis aus verschiedenen Disziplinen. Dabei beruhte die Schwierigkeit darauf, ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Theorie und Empirie herzustellen. Die Vorgehensweise trennt deshalb nicht beide Bereichsanliegen streng nach konkret zugeordneten Textabschnitten, sodass etwa der theoretische Teil der Arbeit (Kapitel 2 und 3) und der analytische Teil (hauptsächlich Kapitel 4, 5, 6) tatsächlich rein theoretisch bzw. rein analytisch aufgelegt wären. Vielmehr treten die Inhalte gemäß sinnvoller Analyse kompakt auf, was auch richtig so ist.

Da das Forschungsvorhaben dermaßen komplex ist, dass es die Berücksichtigung vieler Aspekte verlangt und keinen Platz für terminologische Diskussionen l...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.