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«Wenn jemand eine Reise tut …»

Die kontrastive Textologie am Beispiel der österreichischen und polnischen Tourismuswerbung

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Marta Smykała

Dieses Buch zielt darauf ab, die Textsorte Reiseprospekt kontrastiv (Polnisch–Deutsch) und möglichst ganzheitlich zu untersuchen. Der Untersuchung liegen repräsentative Prospekte der polnischen und österreichischen Tourismusorganisationen zugrunde, welche vor dem Hintergrund der kulturellen und wirtschaftspolitischen Bedingungen in beiden Ländern analysiert werden. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der funktionalen Analyse der Prospekte, deren Grundlage das Vier-Funktionen-Modell von C. Nord darstellt. Die ermittelten Unterschiede in Bezug auf die Textsortenkonventionen und Persuasionsmechanismen leisten einen theoretischen Beitrag zur Beschreibung der untersuchten Textsorte. Sie sind zugleich für Übersetzer von Reiseprospekten für die beiden touristischen Märkte von Relevanz.
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5.4.3.1 Bewerten durch Konnotate

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5.4.3.1Bewerten durch Konnotate

In der vorliegenden Arbeit beschränke ich mich lediglich auf das sog. elementare Bewerten, das grundsätzlich durch lexikalische, stilistische, sowie syntaktische und pragmatische Eigenschaften einer (Satz-)Äußerung zum Tragen kommt. Die elementaren Bewertungen bilden komplexere (textuelle bzw. diskursive) Strukturen (vgl. dazu Mikołajczyk 2004: 78), die ebenfalls der Bewertung dienen und sich anhand von Untersuchungen der Handlungsstruktur der jeweiligen Texte (sequenzielle bzw. hierarchische Handlungsstrukturmuster) aufzeigen lassen (vgl. ebenda). Auf die Letzteren wird in den nachstehenden Ausführungen jedoch nicht Bezug genommen.

Die expressive Referenz88 ist eine Form der impliziten Bewertung, sie ist „die Bezugnahme auf Referentien, die im Wertesystem der betreffenden Kultur mit positiven oder negativen Werten oder Gefühlen belegt sind“ (Nord 2003: 246)

Es geht um das „wertende“ Benennen, Klassifizieren, Unterscheiden, Darstellen sowie Erläutern, d.h. um die Kommunikationsakte der referentiellen Kommunikation. In diesem Fall ist das Bewerten „gewissermaßen implizit“ (ebenda: 245), im Gegensatz zur expliziten Bewertung, die dann vorkommt, wenn Urteile geäußert werden.

Auf das Phänomen der expressiven Referenz wurde schon innerhalb der Ausführungen zur phatischen Kommunikation eingegangen (dort sind auch die meisten Beispiele für expressive Benennung zu finden). Es wurde darauf hingewiesen, dass sie v.a. für die österreichischen Prospekte typisch ist.

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