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Die narrative Anamnese im Rahmen einer biographischen Diagnostik im pflegerischen Setting der kardiologischen Rehabilitation

Eine konzeptuelle Entwicklung

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Miriam Tariba Richter

In der stationären kardiologischen Rehabilitation steht kein geeignetes diagnostisches Instrument zur Verfügung, um individuelle und psychosoziale Probleme und Ressourcen der Rehabilitand_innen einzuschätzen. Dadurch werden bestehende individuelle, soziale, geschlechts- und altersspezifische Anforderungen häufig verkannt und angestrebte Rehabilitationsziele können nur eingeschränkt erreicht werden. Durch die Entwicklung einer narrativen Pflegeanamnese und biographischen Pflegediagnostik können im Gegensatz zur herkömmlichen Diagnostik subjektive und kontextspezifische Bedeutungsstrukturen erhoben und vielfältige Verstehensprozesse gefördert werden. Damit gelingt es, wichtige Rehabilitationsziele an die subjektiven Anforderungen der Rehabilitand_innen anzupassen sowie deren Partizipation zu fördern.
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III. Empirische Grundlagen der Konzeptentwicklung als Ist-Analyse der stationären kardiologischen Rehabilitation

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III.Empirische Grundlagen der Konzeptentwicklung als Ist-Analyse der stationären kardiologischen Rehabilitation

In den folgenden Kapiteln wird die empirische Felderkundung der stationären kardiologischen Rehabilitation dargelegt. Diese hat zweierlei Ziele: Zum einen soll die Erkundung die Ist-Situation des pflegerischen Handlungsfelds in Anlehnung an die Aktionsforschung abbilden und zum anderen werden die Ergebnisse als empirische Grundlagen für die Konzeptentwicklung genutzt.

Im Kapitel III.1. werden die Vorüberlegungen zur Feldphase und der Feldzugang mit der daran anschließenden Feldphase ausgeführt.

Die verschiedenen Methoden der Datenerhebung, Datenauswertung und die Darstellung der Ergebnisse sind dem jeweiligen methodischen Vorgehen zuzuordnen. Zu Beginn erfolgt die Darstellung der Feldbeobachtungen (Kapitel III.2.1.). Für die Ist-Analyse fand in dem Vorhaben methodisch eine teilnehmende Beobachtung des stationären Ablaufs und des pflegerischen, aber auch des interdisziplinären Aufgabenbereichs statt (Kapitel III.2.1.1.). Zwei Wochen lang fertigte die Forscherin teilstandardisierte Feldprotokolle an und absolvierte zusätzlich eine fokussierte teilnehmende Beobachtung der Aufnahme der Patient_innen34, der Pflegeanamnese, der pflegerischen Gespräche und der pflegerischen Übergabe. Des Weiteren wurden die ärztliche Anamnese und die Gespräche der anderen Berufsgruppen mit den Patient_innen ausgewertet. Der Fokus der Analyse lag auf den verbalisierten Problemen und Ressourcen der Patient_innen (Kapitel III.2.1.2.). Die Auswertung der teilnehmenden Beobachtungen erfolgte mittels der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring (2003) (Kapitel III.2.1.3.). Im Kapitel III.2.1.4. werden die diesbezüglichen Ergebnisse veranschaulicht. Zusätzlich ist eine Dokumentenanalyse durchgeführt worden (Kapitel III.2.2.). Die Dokumentenanalyse nach Holloway und Wheeler (1997) soll im Wesentlichen die...

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