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Die narrative Anamnese im Rahmen einer biographischen Diagnostik im pflegerischen Setting der kardiologischen Rehabilitation

Eine konzeptuelle Entwicklung

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Miriam Tariba Richter

In der stationären kardiologischen Rehabilitation steht kein geeignetes diagnostisches Instrument zur Verfügung, um individuelle und psychosoziale Probleme und Ressourcen der Rehabilitand_innen einzuschätzen. Dadurch werden bestehende individuelle, soziale, geschlechts- und altersspezifische Anforderungen häufig verkannt und angestrebte Rehabilitationsziele können nur eingeschränkt erreicht werden. Durch die Entwicklung einer narrativen Pflegeanamnese und biographischen Pflegediagnostik können im Gegensatz zur herkömmlichen Diagnostik subjektive und kontextspezifische Bedeutungsstrukturen erhoben und vielfältige Verstehensprozesse gefördert werden. Damit gelingt es, wichtige Rehabilitationsziele an die subjektiven Anforderungen der Rehabilitand_innen anzupassen sowie deren Partizipation zu fördern.
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IV. Theoretische Grundlagen der Konzeptentwicklung

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IV.Theoretische Grundlagen der Konzeptentwicklung

Der erste Schritt nach der Aktionsforschung diente dazu, eine Ist-Analyse des exemplarischen Settings der stationären kardiologischen Rehabilitation durchzuführen, welche als empirische Grundlage (s. Kapitel III.) in die Konzeptentwicklung (s. Kapitel V.) einfließen soll. Der zweite Schritt der Aktionsforschung befasst sich nun mit dem Planen, Handeln, Beobachten und Reflektieren als Prozess der Konzeptionsphase. In dieser Phase erfolgt an erster Stelle der Einbezug theoretischer Grundlagen für die Konzeptentwicklung. Daher wird zu Beginn das Handlungsfeld der Pflege mit seinen Anforderungen theoretisch abgesteckt (Kapitel IV.1.1.). Insbesondere wird der Kern pflegerischen Handelns, welcher Fürsorge, individuelles Fallverstehen und den Einbezug der Leiblichkeit beinhaltet, herausgearbeitet (Kapitel IV.1.2.) und die normative Voraussetzung der Anerkennung als Grundlage für die Pflege aufgezeigt (Kapitel IV.1.3.). Als Basis für die Interaktion zwischen Patient_innen und Pflegenden wird der Begriff der Nutzer_innenorientierung diskutiert. Die Erörterung grundlegender Aspekte und Voraussetzungen des Nutzungshandelns zeigen, dass der Begriff für die Gesundheitssicherung sowohl Potenziale als auch Grenzen mit sich bringt. Diese werden dargelegt und Begriffe wie Autonomie und Partizipation geschärft und auf das Handlungsfeld der Pflege bezogen. Mit diesem Rückbezug werden weitere theoretische Ansätze integriert und anstelle des Begriffs der Nutzer_innenorientierung der Begriff der Stärkung der Nutzer_innenposition vorgezogen (Kapitel IV.2.). Darauffolgend werden geeignete Methoden für die Konzeptentwicklung reflektiert. Insbesondere steht hierbei die Biographieorientierung im Vordergrund (Kapitel IV.3.). Nach Begriffsbestimmungen (Kapitel IV.3.1.) und den methodologischen Grundlagen der Biographieorientierung (Kapitel IV.3.2.), erfolgt die Darstellung verschiedener Perspektiven...

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