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Die narrative Anamnese im Rahmen einer biographischen Diagnostik im pflegerischen Setting der kardiologischen Rehabilitation

Eine konzeptuelle Entwicklung

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Miriam Tariba Richter

In der stationären kardiologischen Rehabilitation steht kein geeignetes diagnostisches Instrument zur Verfügung, um individuelle und psychosoziale Probleme und Ressourcen der Rehabilitand_innen einzuschätzen. Dadurch werden bestehende individuelle, soziale, geschlechts- und altersspezifische Anforderungen häufig verkannt und angestrebte Rehabilitationsziele können nur eingeschränkt erreicht werden. Durch die Entwicklung einer narrativen Pflegeanamnese und biographischen Pflegediagnostik können im Gegensatz zur herkömmlichen Diagnostik subjektive und kontextspezifische Bedeutungsstrukturen erhoben und vielfältige Verstehensprozesse gefördert werden. Damit gelingt es, wichtige Rehabilitationsziele an die subjektiven Anforderungen der Rehabilitand_innen anzupassen sowie deren Partizipation zu fördern.
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V. Die Konzeptionsentwicklung der narrativen Anamnese und biographischen Diagnostik im Setting der kardiologischen Rehabilitation

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V.Die Konzeptionsentwicklung der narrativen Anamnese und biographischen Diagnostik im Setting der kardiologischen Rehabilitation

In diesem Kapitel erfolgt eine theoretisch konzeptuelle Entwicklung einer narrativen Anamnese und biographischen Diagnostik nach modifizierten Methoden der Biographieforschung. Mit der Darstellung des letzten Kapitels wird dem Vorgehen der Aktionsforschung entsprochen, welche sich überwiegend auf die Arbeiten von Hart und Bond (2001), Rifkin (2002) und Höhmann (2002) bezieht (s. Kapitel II.2.). Stellt der erste Schritt die Ist-Situation der stationären kardiologischen Rehabilitation dar (s. Kapitel III.), fokussiert der zweite Schritt das Planen, Handeln, Beobachten und Reflektieren innerhalb der Entwicklungsphase. Für das Vorgehen sind in Kapitel IV. die theoretischen Grundlagen der Konzeptentwicklung dargelegt worden. Dem Vorgehen dieser Phase entsprechend bezieht sich die Konzeptentwicklung der narrativen Anamnese und biographischen Diagnostik nicht nur auf theoretische, sondern vor allem auf empirische Grundlagen und auf drei Erprobungsphasen des vorläufigen Konzepts (Kapitel V.). Dafür wird zu Beginn die Entwicklung des vorläufigen Konzepts mit seinen Basismethoden beschrieben (Kapitel V.1.). Das Kapitel V.2. fokussiert die Erprobungsphasen des Konzepts wie die geplante praktische Erprobungsphase im Setting der stationären kardiologischen Rehabilitation (Kapitel V.2.1.). Da leider die Zusammenarbeit mit dem Feld abbrach (s. Kapitel III.1.), konnte diese Phase nicht beendet werden. Dennoch können aus diesen Erfahrungen wichtige Hinweise gezogen werden. Alternativ findet der Einbezug der Ergebnisse der praktischen Erprobungsphasen durch den Einsatz des vorläufigen Konzepts durch Student_innen im Rahmen ihres Hochschulstudiums statt (Kapitel V.2.2.). Aus den praktischen Erprobungen ergeben sich Konsequenzen für die Konzeptentwicklung im Hinblick...

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