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Die Figur des Finanzplankredits

Unter besonderer Berücksichtigung des Eigenkapitalbegriffs, des MoMiGs und der Insolvenzanfechtung

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Alexander Nagel

Obwohl sich Rechtsprechung und Literatur seit nunmehr über dreißig Jahren mit der Figur des Finanzplankredits befassen, besteht im Einzelnen nach wie vor Uneinigkeit über dessen Voraussetzungen. Durch die Umgestaltung des Rechts der Gesellschafterdarlehen im Zuge des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) sind zudem neue Streitpunkte entstanden. Darüber hinaus rückt für den Finanzplankredit zunehmend die Insolvenzanfechtung in den Vordergrund. Schließlich hat auch die aktuelle Diskussion über den Eigenkapitalbegriff Einfluss auf die Bestimmung eines Finanzplankredits. Diese Arbeit verfolgt daher das Ziel, die Figur des Finanzplankredits vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Gesetzgebung, Rechtsprechung und rechtswissenschaftlichen Diskussion zu untersuchen und für ihn ein einheitliches Konzept aufzustellen.
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1. Teil: Einführung in die Figur des Finanzplankredits

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A. Begriffsbestimmung, Einordnung und Bedeutung

I. Erste begriffliche Annäherung

Für die Figur des Finanzplankredits hat sich in Rechtsprechung und Literatur bislang keine einheitliche und abschließende Definition herausbilden können. Dies liegt in erster Linie daran, dass Voraussetzungen und Rechtsfolgen eines Finanzplankredites nach wie vor höchstens ansatzweise geklärt sind. Zudem ist auch der Terminus des Finanzplankredits als solcher eine Wortschöpfung der Rechtswissenschaft, um bestimmte gesellschaftsrechtliche Finanzierungsformen durch einen Oberbegriff zu erfassen. Hinweise auf den Finanzplankredit im Gesetz sucht man hingegen vergeblich. Insofern unterliegt die Figur des Finanzplankredits aber auch einer stetigen Entwicklung durch die Rechtsprechung und Literatur.

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